Der Neue in Hellabrunn Elefanten-Baby: Es soll Ludwig heißen!

Die erste Schritte im Freien: Der Baby-Elefant im Außengehege. Foto: Petra Schramek

Für den Zoodirektor ist er ein „Muttersöhnchen“ – und die neue Attraktion für die Besucher. Eine Woche nach der Geburt zeigt sich der kleine Bulle im Freien. Ein Namenssponsor fehlt noch.

 

Thalkirchen - Sieben Tage ist das Elefantenbaby jetzt alt. Die Haut hängt noch etwas schlaff an dem zarten Körper herunter, die Zunge schaut aus dem kleinen Mäulchen heraus, schüchtern drückt er sich ans Vorderbein von Mama Temi. Doch der junge Bulle, findet Bürgermeisterin Christiane Strobel, sei längst „der kleine Märchenprinz“ im Tierpark Hellabrunn. Und Zoodirektor Andreas Knieriem nennt ihn ein „Mamasöhnchen“ – noch.

AZ - Video: Das Elefantenbaby betritt das Außengehege.

Einen richtigen Namen hat der Kleine bisher nicht. Geht’s nach Bürgermeisterin Strobl, soll er „Ludwig“ heißen: „Auch Wiggerl fände ich süß.“ Doch bei der Namensgebung hat auch der künftige Pate, also quasi der Sponsor, ein Wörtchen mitzureden. „Wer das beste Angebot macht und zu uns passt, bekommt den Zuschlag“, sagt Tierparksprecherin Christiane Reiss.

Als Pate des letzten Hellabrunner Elefantenbabys Jamuna Toni, das Ende 2009 geboren und wegen einer schweren Krankheit nach einem halben Jahr eingeschläfert wurde, hatte eine Firma eine Summe im höheren fünfstelligen Bereich gezahlt.

Mit dem neuen Elefanten soll Hellabrunn mehr Glück haben. Dem hängt die Zunge, die von der Geburt noch geschwollen ist, zwar oft aus dem Mund. Sonst ist der Dumbo aber recht munter, als er zum ersten Mal ins Freie kommt. Er versteckt sich immer wieder unter der Mama – noch passt er mit einem Meter Rückenhöhe mühelos zwischen die Beine der Mutter.

Doch die stupst ihn immer wieder mit dem Rüssel nach vorn. Es ist ein Instinkt, denn in freier Wildbahn müssen die Kleinen immer dicht neben der Mutter herlaufen, um nicht „Tigerbeute“ zu werden, wie Thomas Günther erklärt.

Der Tierpfleger war schon bei der Geburt von Mama Temi vor neun Jahren im Zoo Berlin dabei. Jetzt hat er nach fünf Wochen durchwachter Nächte ihr erstes Baby mit auf die Welt geholt. Und es hätte nicht besser laufen können.

„Temi hat den Kleinen sofort abgerüsselt“, erzählt Thomas Günther. „Es ist spannend zu sehen, wie liebevoll sie mit ihm umgeht, aber ihn auch erzieht. Die hat ihn voll im Griff“.

Bei gutem Wetter soll der kleine Elefant nun stundenweise das Außengehege erkunden. Dann ist er auch für die Tierparkbesucher zu sehen (täglich 9 bis 18 Uhr, Erwachsene 11, Kinder ab vier 4,50 Euro).

AZ - Umfrage: Wie soll der Baby-Elefant heißen?

Angelika Bergbauer (52): „Als Name würde mir Ludwig gefallen, weil es schön bayerisch klingt. Leider habe ich Jamuna Toni, das erste Elefantenbaby, nicht sehen können. Deshalb wollte ich diesmal auf jeden Fall dabei sein. So süß, der tapsige Kleine.“

Silvia Godel (31), mit Sohn Finn (11 Monate) und Freund Oliver (33): „Wir würden ihn Lumpi taufen. Es ist so putzig, den kleinen Zwerg zwischen diesen gigantischen Tieren zu sehen. Natürlich sind wir optimistisch, dass er lange leben wird. “

 

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