Der große Run auf den Ateca Seat-SUV (fast) schon ausverkauft

Attraktiver Bursche: Lange hat es gedauert, aber jetzt startet Seat mit einem wirklich wettbewerbsfähigen Kompakt-SUV durch. Foto: Rudolf Huber

Mit dem Ateca hat Seat endlich auch ein Kompakt-SUV im Angebot. Die Nachfrage ist beträchtlich. Das ist verständlich, denn der fesche Spanier ist echt gelungen.

 

Graz - Mehr als 11.000 Bestellungen registrierte die deutsche Seat-Dependance innerhalb von nur zwei Monaten. Damit ist der fesche Spanier mit deutschen Wurzeln für 2016 so gut wie ausverkauft. "Das hat unsere hohen Erwartungen massiv übertroffen", sagt Seat Deutschland-Chef Bernhard Bauer. Interessanter Aspekt bei den bisher abgeschlossenen Kaufverträgen: Die dritte und höchste Ausstattungsstufe namens Xcellence liegt mit rund 70 Prozent Anteil uneinholbar an der Spitze. Man gönnt sich was beim Ateca-Kauf, tendenziell auch einen stärkeren Motor. Die Einstiegsmotorisierung, also der 1.0 Dreizylinder-Benziner mit 85 kW/115 PS, wurde bisher nur in homöopathischen Dosen verkauft. Allerdings legt der Ateca-Kunde offenbar keinen besonders großen Wert auf Allradantrieb, der wird nur bei rund einem Drittel der Bestellungen angekreuzt.

Zu haben ist das Kompakt-SUV mit der frischen und sympathischen Optik auch noch mit einem 110 kW/150 PS starken 1,4-Liter-Benziner mit Sechsgangschaltung oder Sechs- und Siebengang-DSG und mit einem 1,6-Liter-TDI mit 85 kW/115 PS und einem Zweiliter-TDI, der wahlweise 85 kW/150 PS oder 140 kW/190 PS leistet und mit den selben Getriebevarianten angeboten wird.

Auch innen macht der Ateca einiges her

Ateca-Fahren ist eine rundum angenehme Angelegenheit. Sitzposition, Materialauswahl und Verarbeitung passen, die Bedienung der Hebel und Tasten ist einfach und die Menüs auf dem Acht-Zoll-Bildschirm sind logisch aufgebaut. Smartphones und iPhones können komplett ins Infotainment-System integriert werden, es gibt eine reiche Auswahl an Assistenzsystemen und so angenehme Zutaten wie die Voll-LED-Scheinwerfer, das Welcome-Licht oder die achtfach variierbare Ambiente-Beleuchtung und die per Fußtritt öffnende und schließende Heckklappe.

Platz gibt es vorne wie hinten genug, der Kofferraum fasst zwischen 485 und 1.604 Liter. Über den Drive Profil-Einsteller lässt sich die jeweils passende Abstimmung für Lenkung, Fahrwerk und Motorsteuerung wählen, bei den Allradversionen kommt auch noch eine Offroad-Stellung dazu, die etwa den Bergabfahr-Assistenten aktiviert. Bei Ausflügen abseits befestigter Straßen zeigt der Allrad-Ateca ein sehr ordentliches Kletter-Potenzial, mehr jedenfalls, als vermutlich 98 Prozent seiner Besitzer jemals ausloten werden.

Agiles Fahrverhalten und brauchbare Offroadqualitäten

Im Fahrbetrieb gibt sich der spanische Neuling beinahe wie ein ganz normaler Pkw: Er schwingt mühelos um Kurven, läuft gut geradeaus und vermittelt auf jedem Meter, dass Seat mit dem Ateca ein Leichtgewicht unter den SUV auf die Räder gestellt hat. Der kleine Benziner etwa wiegt nur 1.280 Kilo bei einer maximalen Zuladung von 625 Kilo - das sind richtig gute Werte angesichts einer Länge von 4,36 Meter.

Auch bei den Preisen hat Seat ganz genau hingeschaut. Die Reference genannte Basis kostet ab 19.990 Euro, der Style mit 115-PS-Benziner ist ab 23.010 Euro und der Xcellence mit dem 150-PS-Benziner ab 27.600 Euro zu haben. Der Einstieg bei den Dieselmotoren liegt bei 23.190 Euro, in der Preisliste ganz oben steht der 190-PS-TDI mit Siebengang-DSG und Allradantrieb für 35.580 Euro.

Das Fazit: Lange hat es gedauert, aber jetzt startet Seat mit einem wirklich wettbewerbsfähigen Kompakt-SUV durch. Dessen Optik stimmt genauso wie der Rest des Wagens bis hin zu den Preisen. Dass der Ateca ein Erfolg wird, dürfte außer Frage stehen. Wer sich jetzt dafür entscheidet, muss allerdings lange auf den neuen Untersatz warten.

 

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