Der Aplpspitz-Klettersteig ist perfekt für Einsteiger Bestgesicherter Klettersteig der Alpen

Auf der Alpspitze ist man zwar selten allein, genießt aber einen tollen Rundumblick. Foto: cb

Der erste Schnee ist bereits gefallen. Dennoch lohnt sich bei schönen Wetter noch die eine oder andere Bergtour, wie beispielsweise der Alpspitz-Klettersteig.

 

Erfahrene Bergsteiger rümpfen die Nase, Anfänger hingegen loben ihn über den grünen Klee: Der Alpspitzklettersteig ist mit mehr Eisen abgesichert, als zwei herkömmliche Steige zusammen. Daher gilt er trotz seiner ausgesetzten Passagen und des hochalpinen Ambientes als besonders einsteigergeeignet. Dazu erreicht man ihn bequem mit der Alpspitzbahn von Garmisch aus, was besonders bei Anfängern wichtige Kräfte schont.

Von der Bergstation der Alpspitzbahn lassen wir die neue Aussichtsplattform rechts liegen und folgen einem kleinen Pfad Richtung Felswand, die sich majestätisch vor uns auftut. Nach zehn Minuten trennen sich die Wege, links halten sich Kletterer auf dem Weg in ihren Teil der Wand. Rechts geht es steil bergauf zum Einstieg des Klettersteigs. Hier kann man – sofern die Sicherheitsausrüstung passt – ganz auf das Einhängen und Aushängen konzentrieren, das von nun an für gute 90 Minuten das Handeln bestimmt. Denn die Karabiner muss man fortan in sehr kurzen Intervallen umhängen. Auch viele Metallleitern sind zu absolvieren, und das in der ersten Hälfte bei herrlichem Blick auf die rechts von uns liegende Zugspitze.

Über die Steile Nordwestflanke schlängelt sich der Steig durch den Fels, bis es schließlich hinein in die Westflanke geht. Wir passieren schließlich den Einstieg zum Jubiläumsgrad, wo sich abermals die Wege erfahrener Alpinisten und uns als Klettersteig-Neulingen trennen. Von hier geht es bereits steil Richtung Gipfel.

Oben angekommen genießen wir das grandiose Rundumpanorama, bevor wir uns an den Abstieg wagen. Dieser entpuppt sich als unvermutet schwierig, weil das Gelände höchste Konzentration erfordert. Zwar droht nur selten massive Absturzgefahr, aber stürzen will man zwischen den schroffen Felsen freilich nicht. Der Abstiegspfad ist nur an Schlüsselstellen drahtseilgesichert und führt uns quasi einmal um die Alpspitze herum. Nach gut zwei Stunden erreichen wir den Abzweig zum Einstieg und haben schon besten Blick auf die Brotzeit verheißende Alpspitz-Bergstation.

Tipp: an schönen Wochenendtagen herrscht dichtes Gedränge im Steig, oft muss man an Passagen eine Viertel Stunde oder länger Warten, bis man selbst wieder am Zug ist. Also – wenn möglich – unbedingt unter der Woche gehen und bei bei schlechtem Wetter!

Anreise: Garmisch, Alpspitzbahn, Parkplatz an der Talstation, von hier mit der Bergbahn zur Bergstation.

 

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