Der Angriff der Löwen AZ-Serie: Im Sturm hängt alles an Osako

Yuya Osako: Bleibt der japanische Flitzer den Löwen erhalten? Foto: dpa

Es ist die wichtigste Sturmfrage bei den Löwen: Geht der kleine Japaner, der so wichtig wäre für den TSV? Oder bleibt er?

 

München – 15 Tore in 31 Spielen muss man erstmal schießen. Auch die übrigen Attribute sprechen für ihn. René Gartler nämlich gilt als beweglicher, technisch ordentlich versierter und mannschaftsdienlicher Stürmer – der ablösefrei zu haben wäre. Der 28-Jährige hat sich in Ried bereits verabschiedet – um bald in München aufzuschlagen? Wie „Bild“ mit Verweis auf „österreichische Insider“ erfahren haben will, soll Gartler ins Visier der Löwen geraten und einem Wechsel nach München alles andere als abgeneigt sein.

Verstärkungen im Sturm sind bei 1860 dringend nötig. Qualitativ, aber auch Quantitativ. Spielten die Löwen in der abgelaufenen Spielzeit meist mit nur einer echten Spitze – seltener auch mal mit zwei Stürmern – sollen ab der kommenden Spielzeit drei echte Stürmer im Angriff wirbeln. Derzeit stehen aber nach dem von Sportchef Gerhard Poschner durchgesetzten Abschied von Löwen-Legende Benny Lauth gerade mal drei Stürmer unter Vertrag – Yuya Osako eingerechnet, der den Verein per Ausstiegsklausel für rund 1,6 Millionen Euro jederzeit verlassen kann. Ein Stürmer wird im Sommer mindestens dazukommen, eher aber zwei oder drei.

Wie sich die Angreifer in der letzten Saison geschlagen haben, wie Poschner künftig mit ihnen plant:

Benny Lauth: Der Löwen-Rekord-Torjäger spielte eine schwache Saison – auch, weil er erst vom ersten Trainer Alexander Schmidt systematisch demontiert, dann kaum brauchbare Zuspiele bekam, mehr und mehr seine Selbstsicherheit verlor und dann auch von Friedhelm Funkel und Markus von Ahlen kaum noch eingesetzt wurde. Gerade mal drei Tore waren so seine magere Ausbeute. Lauths Vertrag ist ausgelaufen. Das Interesse von Erstliga-Aufsteiger Paderborn erwies sich als haltloses Gerücht, schon mehr dran sein sollte am Interesse Kaiserslauterns – und der Brisbane Rovers aus Australien.

Yuya Osako: Der Japaner ist genau der Spieler, den die Löwen mit seiner Torgefahr und technischen Stärke im neuen System brauchen. Das weiß Poschner, das weiß aber auch Osako. Doch ob er bleibt, ist mehr als fraglich. Das Kölner Interesse scheint erkaltet, doch auch Augsburg beobachtet ihn genau. Und wenn Osako für Japan in Brasilien ein, zwei Spiele machen sollte, werden Angebote kommen. Ob Poschner ihn dann mit einer Gehaltserhöhung überzeugen kann? Der Sportchef ist recht zuversichtlich.

Bobby Wood: Der gebürtige Hawaiianer ist schnell. Die Löwen haben ihn lange ausgebildet. Poschner hält viel von ihm. Und als er zuletzt mit Osako zusammen spielte, wirkte er plötzlich auch wie ein richtiger Stürmer. Wood soll durch hohes Laufpensum die Gegner verwirren und so auch Räume aufreißen.

Stephan Hain: Aus Augsburg gekommen, konnte er nie überzeugen. Die Rückrunde verpasste der Null-Tore-Mann dann auch noch verletzt. Sollte er gehen wollen, werden die Löwen ihn ziehen lassen. Wenn nicht: Konkurriert er wohl um einen Platz auf der Bank.

 

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