Demo in der Isarvorstadt Mit Herz- und Kunstblut gegen den Wohnwahnsinn

Mit gruseligen Horror-Masken demonstrierten rund 100 Münchner gegen Miet- und Wohnwahnsinn und gegen immer neue Luxusprojekte. Foto: Gregor Feindt

Es war eine kleine, aber schaurige Rebellion gegen Wohn-Wahnsinn und Stadt"ver"planung: Das Bündnis Gartenstadt München hatte zum "Stadtplanungs-Horrortrip" aufgerufen.

Isarvorstadt - Einige prominente Dauer-Engagierte waren dem Aufruf gefolgt: Neben Initiator Andreas Dorsch hatten sich auch Petra Perle, Oberbürgermeisterkandidat Wolfgang Zeilnhofer-Rath von der Wählergruppe Hut, Herbert Gerhard Schön (Werkstatt für Ökodesign und lebendige Kunst) und „Gold Grund“-Mitstreiter Maximilian Heisler vom Bündnis bezahlbares Wohnen zu Demo-„Versammlungsleiterin“ Sylvia Gonzalez von Green City gesellt.

Diejenigen aber, denen der mit viel Herz- und Kunstblut vorgetragene Einsatz der Trauergemeinde-Vorsteher eigentlich galt – die blieben offenbar zuhause oder feierten Halloween vielleicht lieber auf traditionelle Art: Die Münchnerinnen und Münchnern, denen kraft der Spekulanten und Luxussanierer in der Isarmetropole das Wohnen bald vergehen könnte.

Von Wut- oder wenigstens Mut-Bürgern keine Spur: Wo waren sie, die 12.000 Online-Demonstranten, die sich mit ihrer Unterschrift an der von Andreas Dorsch bei Stadtbaurätin Merk eingebrachten Petition beteiligt hatten?

Wenigstens sorgten die etwa Hundert, die zum Horrortrip gekommen waren, dafür, dass der seine Bezeichnung auch verdiente: Mit gruseligen Kostümen, Werwolf-Geheule und gellenden Pfiffen – insbesondere vor dem City-Büro „Glockenbachsuiten“ der Concept Bau in der Reichenbachstraße, vor Deutschlands teuerstem Wohnpflaster „The Seven“ und dann zum Abschluss des Trauerzuges vor der Lokalbau-Kommision.

 

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