Demo gegen Fremdenhass und Ausgrenzung Blasen gegen Bagida: 2300 Münchner setzten Zeichen

"Wir blasen Bagida den Marsch!" Unter diesem Motto wird am Goetheplatz für ein buntes, tolerantes München demonstriert - mit Musik. Foto: dpa

Wieder Montags-Demo in München: Diesmal geht’s mit Blasmusik gegen die Neonazis. „Bellevue di Monaco“, „München ist bunt“ und „NoBagida“ haben 2300 Münchner zur Ggeendemonstration zusammengetrommelt.

 

München - So langsam ist es ja ein gewohntes Bild: Montag ist Demo-Tag in der Innenstadt. Viele Münchner demonstrieren dann gegen Bagida, Fremdenhass, Ausgrenzung – und gehen für eine bunte Stadt auf die Straße. So auch gestern – diesmal auf dem Programm: Blasmusik gegen Rechts.

Es gab zwar diesmal keine Star-Auftritte, keinen Konstantin Wecker und keine Sportfreunde Stiller. Nicht mal eine Bühne. Aber mit Musik.

Die Münchner, die seit Wochen gegen Fremdenhass und als Gegendemonstranten zum Marsch des bayerischen Pegida-Ablegers Bagida auf die Straße gehen, waren gestern laut, lustig, münchnerisch – und live! Mehr als 100 Musiker und 2300 Münchner sind dem Aufruf gefolgt, Bagida „den Marsch zu blasen“, wie es die Organisatoren genannt hatten. Klein, aber fein war der bunt zusammen gewürfelte Spielmannszug, der vor dem Royal Filmpalast am Goetheplatz aufspielte. Mit Horn und Gitarre, Harfe, Trompeten, Seifenblasen und allerlei mehr. Unter anderen hatte Franziska Eimer (sie organisiert das „Z’am rocken“ im BR) die Münchner Musiker mobilisiert. Auch Münchner Philharmonikern oder Gerner Zipfeklatscher waren dabei. Und der Rest sang – kleine Textprobe: „Ja wer lafft denn da heit Nacht? Des is de Nazibruat, des is ned guad.“

Angemeldet hatte die musikalische Demo Stephan Dünnwald vom Flüchtlingsrat, „Bellevue di Monaco“, „München ist bunt“ und „NoBagida“ hatten sich angeschlossen. Rund 800 Bagida-Anhänger sammelten sich derweil am Goetheplatz, Ecke Häberlstraße. Von dort aus zogen sie zum Sendlinger Tor – begleitet von bunter Blas-Musik.    ill, rah

 

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