Debatte um Heimstätte des TSV 1860 Vorschläge zum Grünwalder Stadion immer revolutionärer

Die Ostkurve im Grünwalder Stadion. Foto: pm

Die "Freunde des Sechzgerstadions" forcieren die Debatte um einen möglichen dauerhaften Verbleib im Grünwalder. Der Vorsitzende, Dr. Markus Drees, sieht nach seinem revolutionären Vorschlag zur Westkurve auch die Kapazitäten der Ostkurve längst nicht ausgeschöpft.

 

München - Es ist eine revolutionäre Idee zum Grünwalder Stadion, die Markus Drees in die Debatte einbrachte. Gegebenenfalls die Westkurve abreißen und durch eine neue, gerade Tribüne ersetzen, überdacht, lautet sein Vorschlag. Doch das war noch nicht der einzige revolutionäre Denkanstoß des Vorsitzenden der „Freunde des Sechzgerstadions“.

Eine erweiterte Ostkurve?

„Man hat Platz gelassen, dass man auch mit temporären Maßnahmen auf der Ostkurve noch was draufsetzen könnte“, sagte Drees im Gespräch mit der AZ. „Auch die Ostkurve müsste man in der 2. Liga überdachen.“ Gegebenenfalls Sechzig würde binnen weniger Jahre zweimal in Folge aufsteigen.

Und gegebenenfalls die Stadt wäre mit einem Verbleib im Grünwalder Stadion – oder selbst einem Umbau desselben – einverstanden. Ergo: Drees meint, dass im Bereich der ehemaligen Ostkurve noch reichlich Platz für eine Tribünenerweiterung vorhanden wäre. Bislang lehnt das Rathaus jedoch selbst eine Kapazitätserweiterung über die aktuell 12.500 Zuschauer hinaus ab.

Und das, obwohl nicht mal weite Teile der Westkurve saniert sind. Den Behörden war bisher nicht viel daran gelegen, dass die Löwen dauerhaft nach Giesing zurückkehren. Doch die „Freunde des Sechzgerstadions“ geben in ihrer Sache nicht auf.

Drees schlägt Neubau der Westkurve vor

„Die Tribüne ist von 1959, es kann auch nicht nach hinten ausgeholt werden, wie bei der Stehhalle. Bei der Westkurve müsste man Stangen runterziehen bis zum Auer Mühlbach, aber das dürfte schon rein aus statischen Gründen nicht gehen“, hatte Drees zu einer möglichen Überdachung der Westkurve gesagt. „Deswegen wird man diskutieren müssen, ob man das alte Bauwerk Westkurve so stehen lassen kann.“

Zuvor hatte der Verwaltungsratsboss im Fan-Magazin „Da Brunnenmiller“ eine Kapazitätserweiterung auf 19.000 Zuschauer gefordert. Dies würde gehen, insofern die Tribüne überdacht würde, um den Lärmpegel zu begrenzen, erklärte er.

„Man hätte eine bessere Versorgung mit Kiosken, eine bessere Ausstattung mit Sanitäranlagen und so weiter“, meinte er ferner zu einem Neubau. „Man könnte die Tribüne ja auch gerade ziehen hinter dem Tor. Da ist ja auch noch Platz.“ Es sei an der Zeit, jetzt die Diskussion über eine künftige Heimstätte des TSV 1860 zu führen, sagte er – am liebsten einen Umbau des Grünwalders.

Keine Besschwerden wegen 1860-Spielen

„Wenn es dann notwendig wird, wird die Stadt München sicher nicht eine solche Verwaltung sein, die einem solche Querelen aufdrückt, wie es in Würzburg gerade der Fall ist“, sagte er. In Würzburg gibt es derzeit offene baurechtliche Fragen und Klagen von Anwohnern.

Diese blieben nach der Rückkehr von Sechzig in Giesing aus. Ein Grund mehr für die „Freunde des Sechzgerstadions“, weiter für das Grünwalder zu werben.

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