De Bruyne, Benzema, Neymar Transfer-Wahnsinn bis zum lukrativen Ende

Kevin De Bruyne wird mit nahezu allen europäischen Topklubs in Verbindung gebracht. Foto: dpa

De Bruyne und kein Ende, Verwirrspiel um Benzema und 190 Millionen für Neymar – die Gerüchteküche hat Europa fest im Griff.

 

Wolfsburg/München - Mal wieder Kevin de Bruyne. Natürlich. Wer auch sonst? Der Transfer-Hickhack um den Offensiv-Star des VfL Wolfsburg nimmt kein Ende. Gestern nun berichteten belgische Medien, de Bruynes Wechsel zu Manchester City, wo er jährlich 16,7 Millionen Euro kassieren soll, sei nun fix. Etwa 70 Millionen Euro Ablöse will City demnach an Wolfsburg überweisen. Am Nachmittag trainierte de Bruyne aber noch ganz normal in Wolfsburg. „Es gibt keinen neuen Stand“, sagte Trainer Dieter Hecking. Zuletzt soll nach Informationen von „Sport1“ auch Lokalrivale Manchester United in den Poker um de Bruyne eingestiegen sein, die Offerte der Red Devils soll aber zu spät gekommen sein.

 

Apropos Manchester United: Der neue Klub von Bastian Schweinsteiger sucht händeringend nach Verstärkungen, 200 Millionen Euro soll Trainer Louis van Gaal für neue Spieler ausgeben dürfen – doch der englische Rekordmeister tut sich schwer, sein Geld auch loszuwerden. Nachdem United mit seiner 85-Millionen-Offerte für Thomas Müller beim FC Bayern abblitzte und der Spanier Pedro vom FC Barcelona lieber zum FC Chelsea wechselte, sollen die Red Devils nach Informationen englischer Medien nun ein Angebot für Barças Neymar vorgelegt haben. Die brasilianische Zeitung „Globo Esporte“ berichtet gar, ManUnited sei bereit, die festgeschriebene Ablösesumme für Neymar zu zahlen, die da wäre: 190 Millionen Euro! Ein Wechsel ist dennoch unwahrscheinlich, Barcelona will seinen Superstar mit allen Mitteln halten und seinen Vertrag zu besseren Konditionen verlängern. Neymars Berater Wagner Ribeiro sagte: „Da ist nichts dran, eine Spekulation.“ So muss sich United möglicherweise mit Alexandre Pato vom FC Sao Paulo (früher AC Mailand) begnügen, der für schlappe 15 Millionen zu haben wäre.

 

 

Auch andere Vereine wollen ihren Kader vor Ende der Transferperiode unbedingt noch aufmotzen. Gestern traf Juan Cuadrado (27) bei Juventus Turin ein. Der kolumbianische Rechtsaußen wechselte im Januar 2015 für 31 Millionen zum FC Chelsea, wo er sich nicht durchsetzen konnte, und wird nun für ein Jahr an Juve verliehen.

 

Beim AC Mailand ist inzwischen die Rückholaktion von Mario Balotelli fast in trockenen Tüchern. Gestern Vormittag fuhr der exzentrische Stürmer vor einer Mailänder Klinik zum Medizincheck vor, bereits am Abend sollte er das erste Mal mit seinem neuen Team trainieren. Milan, wo Balotelli bereits in der Saison 2013/14 spielte, will den deutschen EM-Schreck zunächst für ein Jahr vom FC Liverpool ausleihen.

 

Fast schon ruhig ist es zur Zeit um Real Madrid. Dort räumte nun Sturmstar Karim Benzema (27) mit den Gerüchten um einen Wechsel zum FC Arsenal auf. „An alle Clowns, die meine Fans andere Dinge denken lassen wollen: Dies ist mein Zuhause“, twitterte er zu einem Foto aus der Real-Umkleidekabine, nachdem er das Training bei den Königlichen nach einer Oberschenkelverletzung wieder aufgenommen hatte. Zuletzt war über einen Transfer des Franzosen zum FC Arsenal für bis zu 60 Millionen Euro spekuliert worden.

 

Bis zum Dienstagabend könnte der Transfer-Irrsinn Fußball-Europa noch im Griff haben, am 1. September um 23 Uhr, 29 Stunden nach der deutschen, endet die Transferfrist in Italien als letztem der wichtigen Länder – und Spieler, Klubs und Fans können sich wieder auf das Geschehen auf dem Platz konzentrieren. Fast schon schade, eigentlich, um das Sommertheater.

 

 

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