Dauergebell am Volkstrauertag Vor Gericht: Zeugen belasten Mischling Pico

Hier schaut er aus, als könnte er kein Wässerchen trüben. Aber Pinscher-Mix Pico soll mit seinem Dauergebell eine Gedenkveranstaltung massiv gestört haben. Foto: dpa

Mischling Pico hatte während der Feierlichkeiten zum Volkstrauertag im Hofgarten unaufhörlich gebellt – deshalb steht nun sein Herrchen Christian Scheider vor Gericht.

München -
Weil sein Mischlingshund Pico am Volkstrauertag im vergangenen Jahr unaufhörlich gebellt haben soll, muss sich nun sein Herrchen vor Gericht verantworten. Der 32-Jährige hatte beim Amtsgericht gegen den Bußgeldbescheid des Kreisverwaltungsreferats in Höhe von 100 Euro Einspruch eingelegt.

So berichtete die AZ vor Prozessbeginn


Der erste Prozesstag: Christian Scheider bestreitet im Gericht, dass Pico gebellt hat: „In dieser Zeit war auch Welpenschule im Hofgarten.“ Dem widerspricht der Zeuge Polizist Eric Sch. Der 29-Jährige sagt:  „Ich habe gesehen, wie der Hund gebellt hat. Wir sollten nicht eingreifen, damit die Situation nicht eskaliert. Erst nach der Veranstaltung sollten wir eingreifen.“

Rentner Michael M. (66), der ebenfalls als Zeuge auftritt, redet sich in Rage: „Wir wollten den im Krieg gefallenen Soldaten gedenken, und der lässt seinen Hund 45 Minuten bellen. Das ist Tierquälerei.“ Herrchen Scheider lacht – da sagt M.: „Gehen Sie nach Berlin und lassen Sie den Hund vor dem Bundespräsidenten bellen.“

Der Prozess geht am 17. April mit neuen Zeugen weiter. Dann soll auch Mischling Pico vom Gericht in Augenschein genommen werden.

 
 

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