Das Wiesn-Gfui 2016 Oberbürgermeister Reiter: "Lampenfieber – ich freu' mich!"

"Drei Schläge wären okay": Dieter Reiter beim Anzapfen. Foto: dpa

Wie ist das Wiesn-Gfui heuer? Die AZ hat mit Machern und Kennern gesprochen.

Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) übers Anzapfen und die Spannung, als er die Lederhose hervorgeholt hat.

AZ: Herr Reiter, wie viele Schläge sind heuer Ihr Ziel?
DIETER REITER: Super wäre, wenn ich mich gegenüber dem Vorjahr nicht verschlechtern würde.

Also wieder zwei Schläge?
Ja, ich werde versuchen, das wieder hinzubekommen, doch auch drei Schläge wären okay. Mehr als vier dürfen es allerdings nicht werden.

Ihr Vor-Vorgänger Thomas Wimmer hat einst ganze 19 Schläge gebraucht.
Stimmt, insofern ist alles im grünen Bereich. Zu Thomas Wimmer muss man aber auch sagen, dass er 1950 spontan und unerwartet zum Anzapfen kam. Er hat diese Wiesn-Tradition begründet. Anders als alle Oberbürgermeister nach ihm konnte sich Wimmer damals nicht vorbereiten.

Sie hatten am Mittwoch ein Anzapf-Training beim langjährigen Paulaner-Schankkellner Helmut Huber. Gab er Ihnen einen Rat mit auf den Weg?
Ja, allerdings. Mein sehr erfahrener Anzapflehrer sagte mir, dass nicht mal er versuchen würde, mit nur einem einzigen Schlag anzuzapfen. Der Druck ist einfach zu groß.

Eine Bierfontäne wäre medial betrachtet aber durchaus interessant.
Ganz ohne Frage! Die Fotografen würden sich darüber sicher freuen. Ich werde aber versuchen, ihnen diesen Spaß zu verderben.

Sind Sie nervös vor Ihrem großen Auftritt?
Ja, schon, schließlich hat man Tausende Zuschauer im Zelt und Millionen vor den Fernsehern. Das ist ein ganz besonderer Moment, in dem man nicht gerade entspannt ist.

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Treten Sie wieder in Ihrer Lederhose an?
Klar, ich habe nur eine, und die mag ich sehr. Es war heuer wieder eine spannende Frage, ob ich in meine Lederhose noch immer reinkomme. Die Anprobe verlief glücklicherweise positiv: Die Lederhose passt.

Also rundum beste Voraussetzungen für einen erfolgreichen Wiesn-Anstich.
Und bei allem Lampenfieber freue ich mich drauf.

 

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