Das Smartphone schützen Ist eine Handyversicherung sinnvoll - und welche ist die richtige?

Ein hochpreisiges Smartphone sollte mit einer Handyversicherung geschützt werden Foto: Neirfy/ shutterstock.com

Geht das Smartphone verloren, wird beschädigt oder sogar gestohlen, entsteht meist ein erheblicher materieller Schaden. Eine Handyversicherung kann zumindest einen Teil davon abfedern. Doch wann macht eine Versicherung überhaupt Sinn und welche ist die richtige?

Weihnachten steht vor der Tür und nicht selten liegt ein neues Handy unter dem Baum. Natürlich will man so lang wie möglich Freude an seinem neuen Schatz haben - insbesondere wenn es sich um ein besonders hochwertiges Smartphone handelt. Möchte man sein Gerät gegen Beschädigungen, Verlust oder sogar Diebstahl schützen, sollte man sich über eine Handyversicherung Gedanken machen. Doch wann macht eine Absicherung überhaupt Sinn? Welche Leistungen sollte sie bieten und welche ist die passende Versicherung für die jeweiligen Bedürfnisse? Mit diesem Ratgeber navigieren Sie zielsicher durch das scheinbar unendliche Meer an Angeboten. (Smartphones in jeder Preisklasse finden Sie bei Amazon)

Ist eine Handyversicherung überhaupt sinnvoll?

Das hängt stark vom Gerät selbst ab. Umso höher der Anschaffungspreis des Smartphones, wie etwa bei einem iPhone X oder einem Samsung Galaxy Note 8, umso mehr Sinn macht ein Schutzbrief. Schließlich hantiert man täglich mit einem hochempfindlichen High-End-Gerät, das zudem in den seltensten Fällen aus der Portokasse bezahlt wird. Vergleicht man den Kaufbetrag dann noch mit den Beträgen, die für eine Versicherung zu entrichten sind, wird diese immer sinnvoller. Die Preise für eine Versicherung beginnen meist bei etwa 30 Euro pro Jahr, variieren aber von Modell zu Modell und von Anbieter zu Anbieter stark. Tritt der Ernstfall ein und das Gerät wird gestohlen oder geht kaputt, kann ein Teil der dadurch entstehenden Kosten abgefedert werden - zumal auch die Hersteller-Garantie oder -Gewährleistung in den meisten Fällen nicht greift.

Das sind die häufigsten Schäden

Bei den am häufigsten auftretenden Schäden sind zwei Klassiker ganz weit vorne mit dabei. Da wären zum einen die sogenannten Fallschäden. Einmal nicht aufgepasst und das Handy fällt aus der Hand und landet, wie könnte es anders sein, auf dem Display: Schon lässt die Spider-App grüßen. Im schlimmsten Fall kann das Smartphone nicht mehr genutzt werden. Auch wenn Flüssigkeit in das Handy eindringt, fällt das unter die Fallschäden. Zum anderen sorgen auch Bedienungsfehler, Kurzschlüsse und Überspannung häufig für einen irreparablen Schaden. Nicht zu unterschätzen ist auch der Faktor Diebstahl. Je besser und teurer das Handy, umso mehr wird es für Diebe zum Objekt der Begierde.

Welche Leistungen sind zu erwarten?

Welche Schadensarten versichert werden sollen, das entscheidet man beim Abschluss der Handyversicherung. Je mehr Schutz benötigt wird oder man sich wünscht, umso mehr kostet es. Hier gilt es sorgfältig abzuwägen, wie man das Smartphone einsetzt, welchen Risiken man es im Alltag aussetzt und ab wann sich ein Vertragsabschluss lohnt. Welche Kosten im Schadensfall übernommen werden, hängt dann vom jeweiligen Schutzbrief und dem Alter des Handys beziehungsweise von den Wiederbeschaffungskosten ab. Das kann von Anbieter zu Anbieter sehr unterschiedlich sein.

Die Vertragsdetails sind entscheiden

Wie bei im Grunde jeder Versicherung, sind auch bei einem Schutzbrief für das Handy die Vertragsdetails entscheidend. Diese sollte man besonders gut prüfen und folgende Fragen klären: Ist eine Selbstbeteiligung vorgesehen? Wie wird das Geld ausgezahlt? Wird überhaupt Geld ausgezahlt oder ist der Versicherer nur dazu verpflichtet, ein Ersatzgerät zu beschaffen. Wird ein Geldwert ausgezahlt, wird dieser am Alter des Handys errechnet. Also wie alt war das Gerät, als der Schaden entstand? Ist es nagelneu, wird in der Regel der Kaufpreis erstattet. Im zweiten Jahr nur noch 80 Prozent des Kaufpreises, im dritten nur noch 60 Prozent. Zudem orientiert sich der monatlich zu entrichtende Betrag am Neupreis des Smartphones. Desto teurer das Handy, desto höher das Risiko für die Versicherung und desto höher auch der Preis.

Klar sollte auch sein, dass bei grober Fahrlässigkeit im Umgang mit dem Handy, viele Versicherer keine Leistungen erstatten. Auch vorsätzliche Manipulationen am Hard- und Software werden meist nicht übernommen.

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