Das Multitalent moderiert "Etage 7" Robert Redweik: Musik auf allen Kanälen

Robert Redweik (2.v.l.) und seine Band sind seit mittlerweile sieben Jahren gemeinsam unterwegs Foto: Warner Music

Robert Redweik ist Kopf der Band Redweik und Moderator der "The Voice of Germany"-Web-Show "Etage 7". Im Gespräch mit der Nachrichtenagentur spot on news hat das Multitalent erzählt, was ihn zu seinen Texten bewegt und wer sein bisheriges Highlight der aktuellen Staffel ist.

Robert Redweik darf man gerne als Multitalent bezeichnen. Der Münchner ist nicht nur Sänger, Songwriter und Universitätsdozent. Er moderiert zudem die ProSieben-Web-Show "Etage 7", die parallel zur Casting-Sendung "The Voice of Germany" läuft. Neben Interviews mit den Künstlern gibt er dort auch zusammen mit seiner Band "Redweik", deren Debütalbum Anfang 2014 erscheint, Einblicke in die Tricks und Kniffe der Musikwelt. spot on news hat sich mit dem Allrounder über die aktuelle Staffel, seinen außergewöhnlichen Werdegang und die erste Zigarette unterhalten.

Sie sind zum ersten Mal als Moderator tätig. Wie funktioniert Ihre Web-Show "Etage 7"?

Robert Redweik: Vorher war ich als Gast bei TV-Shows und im Radio. Es ist aber etwas ganz anderes, wenn du selbst Gäste empfängst. Ich moderiere zusammen mit Kristin, für die es auch Neuland ist, da sie vorher bei Öffentlich-rechtlichen Sendern war. Die Sendung läuft jeden Donnerstag um 19.40 Uhr als Pre-Show von "The Voice" und wird auch in jeder Werbepause zugeschaltet. Die Abläufe der Show gestalten wir ein bisschen mit. Es gibt zum Beispiel das "Redweiker Musiker 1x1" und ich spiele auch jedes Mal einen Song von uns. Zu Gast haben wir dann immer zwei Menschen aus dem "The Voice"-Kosmos.

Was ist das "Redweiker Musiker 1x1"?

Redweik: Das machen wir für die Zuschauer, um ihnen einen Einblick zu gewähren, was zum Beispiel einen guten Song ausmacht. Wir haben als Band schon viel erlebt und Erfahrungen gesammelt in den Bereichen Songwriting, Produktion, Videodreh, Zusammenarbeit mit Plattenfirmen und Verlagen.

Woher kommen Ihre Ideen für die Liedtexte? Zum Beispiel für Ihre Single "Sammelst du Herzen", dem Titelsong von "Etage 7".

Redweik: Die Idee dafür kam mir im Supermarkt, als mich die Dame an der Kasse mit einem ernsten Blick über ihren Brillenrand hinweg gefragt hat: "Sammeln Sie Herzen?" Zu der Zeit habe ich mich in einer latenten Ungewissheitsphase befunden und dieser Gedanke hat mich emotional berührt. Bis hin zu den Fragen: Bist du mir eigentlich treu? Sind wir alle Herzensammler? Sind wir auf der Suche nach Perfektion und dann, wenn wir sie haben, auch zufrieden damit? Oder verpassen wir vielleicht auch das Glück, weil wir daran vorbei rennen?

Vom Chemie- und BWL-Studenten zum Musiker. Wie hat sich diese ungewöhnliche Kombination entwickelt?

Redweik: Angefangen hat alles im Knabenchor. Mit 13 habe ich dann eine Schulband gegründet. Später habe ich zusammen mit meinem damaligen Bandkollegen sogar eine Booking-Agentur gegründet, die Platten selbst produziert und anderen Künstlern dabei geholfen, Konzertauftritte zu bekommen. Nach dem Abitur wollte ich studieren, was mir Spaß macht. Das waren Chemie und alles was mit Organisation zu tun hat. Am Ende meines Studiums habe ich die Chance bekommen, ein Entrepreneurship Center mit aufzubauen, das junge Unternehmen unterstützt. Seitdem halte ich an der Ludwig-Maximilians-Universität Vorlesungen zum Thema Geschäftsplanung.

Vor kurzem gab es auch eine Zusammenarbeit mit Howard Carpendale. Wie kam es dazu?

Redweik: Ich bin als Songwriter nicht nur für meine eigene Band aktiv, ich unterstütze auch andere Künstler. Bei Howie habe ich ein Jahr lang mit verschiedenen Songwritern wie Johannes Oerding, Johannes Freund und Joe von Jennifer Rostock an seinem neuen Album gearbeitet. Er wollte zurück auf die Bühne mit einer modernen Sprache, um vielleicht auch Leute zu erreichen die zum Beispiel Silbermond hören. Vier Songs auf seinem neuen Album habe ich geschrieben, zum Beispiel die neue Single "Teilen".

Wie wurden Sie dann Moderator bei der Web-Show?

Redweik: Man hatte mich da schon auf dem Schirm, da ein alter Bekannter von mir dort arbeitet. Es ist sehr angenehm, da es ganz zwanglos ist. Es war einfach so: "Hey, der könnte doch was beisteuern, er hat ja schon dies und das gemacht." Ich habe mir die anderen Staffeln auch gerne angeschaut und finde es eine tolle Show, da wirklich das Können der Teilnehmer im Vordergrund steht. Außerdem glaube ich, dass es "The Voice"-Teilnehmer nach der Sendung leichter haben, etwas Neues zu machen. Leichter als vielleicht jemand, der mal bei "Popstars" oder "Deutschland sucht den Superstar" mitgemacht hat.

Gibt es bisher ein persönliches Highlight aus der aktuellen Staffel?

Redweik: Ja, als Gil und Tal Ofarim zu Gast in unserer Show waren. Wir kennen uns schon ewig. Gil und ich haben mit elf sogar unsere erste Zigarette zusammen geraucht. Er hat ja dann diese mega Karriere gemacht, weshalb ich mich auch schon mal gefragt habe, ob das vielleicht ein zusätzlicher Grund war, der mich in die Musikrichtung bewegt hat. Es war auf jeden Fall ein lustiges Wiedersehen.

2014 erscheint Ihr Debütalbum "Keine Liebe". Worum geht es darin?

Redweik: Für das Album habe ich Erfahrungen aus meiner letzten Beziehung verarbeitet, es werden aber auch aktuelle Themen behandelt, wie in "Maschine". Es geht darum, mal aus dem Alltag rauszukommen und etwas Geiles zu machen. Oder "In Schönheit sterben", in dem wir uns mit dem Thema beschäftigen, warum alle Menschen gleich aussehen müssen.

 

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