"Das ist sehr gefährlich" Brücke "Am Mitterfeld": Riemer Radler-Chaos

Blick auf den Radlweg: Darf man hier wirklich Rad fahren? Und ist das sicher genug? Foto: Gaby Mühlthaler

Der vorläufige Ausbau des Radwegs im Bereich der Autobahnbrücke "Am Mitterfeld" ist abgeschlossen. Sicherer allerdings sind die Radler vorerst wohl nicht unterwegs.

Riem - Schmal und stark befahren ist die Autobahnbrücke "Am Mitterfeld", welche die Riemer Radler als schnellste Verbindung zu den Einkaufsmöglichkeiten in Trudering nutzen, die in Riem fehlen.

So freuten sich alle, als der Stadtrat 2014 die Radwegertüchtigung und mittelfristig den Anbau eines Fuß-/Radweges an die Brücke beschloss.

Nun teilte das Baureferat auf AZ-Anfrage mit: "Die Maßnahmen für den vorläufigen Ausbau des Radwegs sind abgeschlossen". Das heißt, die Rampen für die künftige Radbrücke sind fertig. Die Radler sind verunsichert, denn es fehlt eine Beschilderung, ob und wie die neuen, geteerten Rad- oder Fußwege benutzt werden dürfen. Östlich steht ein Fußweg-Schild, westlich gar nichts. "Darf man hier Rad fahren, eventuell in beide Richtungen?", fragte eine Frau im Bezirksausschuss. "Das ist auf der Brücke sehr gefährlich, weil es oben für Gegenverkehr mit Fahrrad extrem eng wird."

Inzwischen ist auch die Westseite beschildert für Radler in Nord-Süd-Richtung. Auch sie dürfen auf der Brücke selbst nicht auf dem Gehweg fahren und müssen auf die schmale Fahrbahn wechseln. "Das ist sehr gefährlich! Manche Autos fahren extrem nahe am Radler vorbei", kritisierte die Frau. "Es ist sehr ärgerlich, als Radler beschimpft und angehupt zu werden, weil ja angeblich zwei Radwege vorhanden sind."

Verwunderlich ist auch die Rechtsabbiegespur an der Kreuzung Josef-Wild-Straße/Am Mitterfeld, die Radler an der Ampel vorbeiführt. Unmittelbar nach dem Lichtzeichen müssen sie laut Schild aber wieder auf die Fahrbahn. Die jedoch ist stets gut frequentiert, denn entweder zeigt die Ampel für rechtsabbiegende oder geradeausfahrende Autos grün. Laut Baureferat sucht man Möglichkeiten, den westlichen Fußweg für Radler zu öffnen. Zudem verhandle die Stadt mit der Autobahndirektion über weiteres Vorgehen. Bis die Radbrücke gebaut ist, wird es wohl dauern, denn sie ist nur in Prioritätenliste 2 eingestuft. Die Radler werden also noch eine Weile gefährlich leben.

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