"Das Dosentelefon" Bellevue di Monaco bekommt Erlös aus Flüchtlingsprojekt

Philipp Christov (vorne) mit (v.l.): Joshua Lee (Rucksack-Designer), Kirsten Giesselmann (Rucksack-Tauscherin), Herta Stoll (Smart-Tauscherin), Christian Noggler (bekam den Imagefilm), Iota Dimou und Johann Neubauer (Pixida) und Matthias Weinzierl (Bellevue di Monaco). Foto: Schiwani Kakor

Mit einem Dosentelefon tauscht sich der Student Philipp Christov bis zu einer Summe von 10 000 Euro. Den Erlös hat er nun an „Bellevue di Monaco“ in der Müllerstraße gespendet.

 

Isarvorstadt - Für seinen ganz großen Meilenstein hat es nicht gereicht, sagt der 23-jährige Philipp Christov. Eigentlich hatte der BWL-Student vor, sich nur mit einem alten Dosentelefon bis zu einem Haus hochzutauschen (AZ berichtete). Doch was er innerhalb von nur einem Jahr erreicht hat, kann sich auf jeden Fall sehen lassen: Indem er jeweils einen Gegenstand gegen einen anderen tauschte, der ein kleines bisschen wertvoller war, bekam er 10 000 Euro zusammen.

Seine Tauschstationen:

Ein Dosentelefon für 78 Cent tauschte er zuallererst gegen ein Gipsabdruck-Set für Babyhände. Dann kam ein Friseurgutschein, ein Luxus-Designer-Rucksack, eine öffentliche Erwähnung auf einem sozialen Netzwerk und ein Smart. Der wird gegen einen professionellen Imagefilm, quasi eine Visitenkarte für Unternehmen, getauscht, der wiederum gegen eine Feier in der Eventlocation Atmosfaer in Unterschleißheim. Wert: 10 000 Euro. Die bezahlte ihm schließlich das technische Beratungsunternehmen Pixida aus München im finalen Tausch gegen die Feier aus.

Damit fing alles an: Philipp Christov und sein Dosentelefon.

Bellevue di Monaco entsprach am meisten Philipps Idee

Weil er München zum Weiterstudium bald verlassen wird, wollte Philipp Christov einen guten Abschluss für das Projekt – und fand ihn bei Bellevue di Monaco. Die Sozialgenossenschaft, die in der Müllerstraße Wohnraum, Beratung und Bildung für jugendliche Flüchtlinge anbietet, erhielt den gesamten Erlös des Tauschprojekts. „Es gab auch noch ein paar andere Organisationen, denen ich geschrieben habe, aber Bellevue di Monaco hatte die größte Übereinstimmung mit meinen Ideen“, sagt Christov der AZ. Ihm war es von Anfang an wichtig, dass der Erlös des Tauschprojekts der Flüchtlingshilfe, speziell der Bildung von Jugendlichen zugutekommt. Auf sein Tauschprojekt ist er sehr stolz: „Ich freue mich, später mal meinen Kindern und Enkeln davon zu erzählen.“

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