Das AZ-Grillrezept Flap Meat – der eher unbekannte Steak Cut

Flap Meat: schmeckt herrlich und ist rasch zubereitet. Foto: Matthias Würfl

Flap Meat - jeder kennt Entrecote, Roastbeef und T-Bone Steak. Doch viele Menschen haben noch nicht von Flap Meat / Flap Steak gehört. Dazu ein Rezept von Anja Auer, der Frau am Grill.

Schade, denn dieser aus Amerika bekannte Zuschnitt von Rindfleisch (in Deutschland auch als Bavette genannt) schmeckt herrlich und ist in nullkommanichts auf dem Grill oder in der Pfanne zubereitet.

Ein Rinderfilet ist hierzulande jedem bekannt. Ebenso ein Roastbeef, das T-Bone-Steak oder das Entrecote. Für Fleischliebhaber alles exzellente Teile vom Rind. Doch es gibt noch weitere Cuts, wie Zuschnitte genannt werden, die sich Skirt, Flank oder eben Flap nennen…

Besagte Cuts sind eher in Amerika bekannt, erfreuen sich aber auch bei uns immer größerer Beliebtheit. Das Flap Meat, um das es heute geht, sitzt im unteren hinteren Bauchbereich des Rindes. Es zeichnet sich dadurch aus, dass es sehr grobfasrig strukturiert und auch ein wenig marmoriert ist.

Um es vorweg zu nehmen: Das Flap Steak, welches aus dem Flap Meat geschnitten wird (bitte immer quer zur verlaufenden Faser des Fleisches schneiden), schmeckt sehr zart und saftig. Und hat einen sehr starken und angenehmen Fleischgeschmack. Ein Würzen vor dem Braten oder Grillen ist hier überhaupt nicht notwendig, lediglich ein wenig Meersalz beim Servieren drüberstreuen und gegebenenfalls Pfeffer.

Doch wo kann man das Flap Steak kaufen?
In Supermärkten und deren Frischfleischtheken findet sich dieser Zuschnitt sicherlich nicht. Also heißt es: auf zum Metzger. Aber auch dort ist dieser Fleischzuschnitt nicht immer vorrätig. Wer auf Nummer sicher gehen will muss vorbestellen.

Wie grillt man Flap Meat?
Das Flap Meat ist ein eher flacheres Stück Fleisch. Darum sollte man es nicht wie ein überaus dickes T-Bone-Steak von beiden Seiten mit höchster Hitze (300-350 Grad) scharf angrillen um es sodann bei geringer Hitze gar zu ziehen. Hier bietet es sich an von Beginn an mit gehobener mittlerer Hitze (220 bis 250 Grad) direkt anzugrillen und sodann das Fleisch in der indirekten Hitze auf die gewünschte Temperatur zu ziehen – Achtung, dies dauert je nach Dicke oftmals nur 2 bis 3 Minuten! Die Verwendung eines Kerntemperatur-Thermometers ist dabei sehr hilfreich um den passenden Moment zum Servieren nicht zu verpassen.

Natürlich kann man aus dem kompletten Flap Meat auch vor dem Grillen Flap Steaks heraus schneiden. Diese sollten eine Dicke von 1,5 bis 2 Zentimeter haben. Der Grillvorgang ist der gleiche.

Wer es medium möchte sollte eine Kerntemperatur von 55-56 Grad anstreben.

Hinweis:
Wer ein komplettes Flap Meat bestellt wird ein Stück Fleisch erhalten, dass unterschiedliche Dicken aufweist. Auf keinen Fall das ganze Stück auf den Grill legen! Denn die dünnen Stellen garen wesentlich schneller als die dicken! Dünne Stellen deshalb vorher abtrennen und zum Beispiel aufgeschnitten für einen Asia Wok (hier passt Rindfleisch wunderbar hinein) verwenden.

Video: So grillen Sie Flap Meat

Allgemeine Informationen

Portionen: 4
Vorbereitungszeit: 10 Minuten
Zubereitungseit: 7 Minuten
 


Zutaten:
1 kg Flap Steak
2 EL Sonnenblumenöl
2 EL Meersalz
2 EL Pfeffer

Zubereitung:
1. Das Flap Meat eine Stunde vor dem Grillen aus dem Kühlschrank nehmen und Raumtemperatur annehmen lassen.
2. Das Fleisch in 1,5 bis 2 Zentimeter dicke Steaks schneiden.
3. Mit dem Sonnenblumenöl einpinseln.
4. Bei mittlerer Hitze von beiden Seiten für etwa 2 Minuten angrillen. (klappt auch in der Pfanne auf dem Herd)
5. In der indirekten Hitze auf eine Kerntemperatur von 55-56 (medium) ziehen. (Falls in einer Pfanne angegrillt wurde das Fleisch im Backofen bei cirka 130 fertig garen)
6. Beim Servieren mit Meersalz und Pfeffer würzen.



Anja Auer betreibt mit „Die Frau am Grill“ den größten YouTube-Kanal der im deutschsprachigen Raum von einer Frau produziert wird. Die meisten ihrer Rezepte gelingen aber nicht nur auf dem Grill sondern auch auf dem Herd und im Ofen.

Weitere Rezepte finden sie auf Anja Auers Blog www.die-frau-am-grill.de und ihrem YouTube-Kanal www.youtube.com/c/diefrauamgrill

Anja Auer: Foto: privat

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