"Dann könnt ihr die Show auch gleich absetzen" Keine Liveshows: Fans prophezeien "DSDS" das Ende

Viele neue Gesichter: Die "DSDS"-Jurymitglieder (v.l.) Heino, DJ Antoine und Mandy Capristo neben Pop-Titan Dieter Bohlen in Thailand Foto: RTL/Stefan Gregorowius

Club-Tour statt Liveshows: Mit diesem Rezept will RTL das alte Schlachtross "DSDS" wieder fit machen - und die Fans schlagen schon jetzt die Hände über dem Kopf zusammen. Das alternative Konzept und Neu-Juror Heino lassen die "DSDS"-Freunde auf Twitter und Facebook das Aus der Sendung voraussagen.

Der deutsche TV-Zuschauer schätzt seine Traditionen - eine bekannte Binsenweisheit. Aber die Show-Untergangsfantasien, die RTL mit der geplanten Neusortierung des Klassikers "Deutschland sucht den Superstar" bei den Casting-Fans am Dienstag weckte, suchen Ihresgleichen. Am Vormittag hatte der Sender angekündigt, die "Liveshows" des Formats durch eine Club-Tour zu ersetzen. Wenige Stunden später hatten auf Facebook dutzende Kommentatoren das baldige Aus der Kultsendung vorausgesagt.

"Wenn die Liveshows jetzt noch wegfallen, wird das wohl definitiv die letzte Staffel sein. Guckt dann kein Mensch mehr"; "Das war es dann wohl mit DSDS. Um Gesang geht es ja eh schon lange nicht mehr"; "Die Quoten werden so in den Keller gehen, dass es gar keine Finalshow geben wird. 'Bye bye DSDS'. Jetzt fahrt ihr es endgültig an die Wand", lauteten einige der düsteren Vorhersagen der Facebook-Nutzer. Und sollte all das nicht eintreten, hätte Twitter-User Antonio aus Köln einen Ratschlag: "RTL täte gut daran, #DSDS abzuschaffen".

Großen Schmerz würde das den Zusehern offenbar nicht verursachen - denn für die meisten erscheint ein "DSDS" ohne Liveshows offenbar bestenfalls so, wie es einst Loriot das Leben ohne Mops tat: "möglich, aber sinnlos". "Ohne die Liveshows ist es doch kein DSDS mehr", meinte eine Facebook-Userin. "Ich gucke nur noch die Castings, der Rest ist völlig uninteressant geworden", meinte ein weiterer - und offenbarte damit noch mehr Interesse als viele andere Kommentatoren. "#DSDS streicht die Liveshows... Es wird Zeit, dass man DSDS komplett streicht", twitterte ein gewisser Niklas - der seinem Kommentar nach zu urteilen nicht zwingend Stammseher gewesen sein muss.

Für beinahe noch mehr Entsetzen sorgte nach wie vor nur die Berufung Heinos (75, "Sonne") in die "DSDS"-Jury - und das rund ein Vierteljahr nach Bekanntgabe der überraschenden TV-Personalie. "Altmodisch" und "weit weg von gut und böse" zählten am Dienstag noch zu den charmanteren Urteilen der Facebook-Nutzer über den Schlager-Altstar.

Andere Kommentatoren rieben sich angesichts des scheinbaren Niedergangs der seit jeher mit viel Hassliebe überschütteten Casting-Show die Hände - und schreckten auch vor unpopulären Äußerungen nicht zurück: "#helenefischer, #DSDS - der Bremer wird vor schlechten Events wirklich nicht verschont", schrieb Twitter-Userin Hatin Juce mit Blick auf das geplante "DSDS"-Finale in der Hansestadt.

 

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