Danilo Barthel im Interview Hoeneß als Basketball-Coach: "Wenn es hilft, wieso nicht?"

Danilo Barthel vom FC Bayern. Foto: Rauchensteiner/Augenklick

Nationalspieler Danilo Barthel spricht hier über den Playoff-Auftakt der Bayern-Basketballer gegen seinen Ex-Klub Frankfurt, den Trainerwechsel und die Qualitäten des Präsidenten an der Seitenlinie.

München - Der 26 Jahre alte Nationalspieler Danilo Barthel wechselte 2016 aus Frankfurt zum FC Bayern Basketball. Hier stellt er sich den Fragen im AZ-Interview.

AZ: Herr Barthel, am Samstag (20.30 Uhr) starten Sie mit den Bayern-Basketballern gegen Ihren Ex-Klub Frankfurt in die Playoffs. Ihr Wunschgegner?
DANILO BARTHEL: Wir freuen uns, dass es jetzt mit den Playoffs losgeht. Aber ich freue natürlich auch immer, gegen die alten Gesichter aus Frankfurt zu spielen. Von einem Wunschgegner kann man nicht sprechen, weil ich weiß, wie die in den Playoffs zur Sache gehen werden und was für eine harte Serie das werden kann.

Das wurde auch beim 87:83 in der Liga in Frankfurt deutlich, als sie im letzten Viertel noch mit 18 Punkten zurücklagen.
Da haben sie uns gezeigt, dass wir 120 Prozent bringen müssen, um sie zu schlagen. Das Spiel hätten wir eigentlich gar nicht mehr gewinnen dürfen. Aber vielleicht war es gut, dass uns das in der Endphase der Saison passiert ist, denn jetzt wissen alle, auf was es ankommt, damit wir die erste Runde überstehen.

Vor ein paar Monaten dominierte Bayern die Liga klar, zuletzt nicht mehr so. Warum?
Viele Teams haben eine gute Entwicklung genommen. Bei uns hat die phasenweise ein bisschen stagniert. Aber gerade im letzten Saisonspiel in Bonn haben wir wieder einen sehr starken Aufwärtstrend gezeigt. Ich denke, dass uns diese Do-or-die-Spiele jetzt auch mental einen Push geben werden, um noch mal alle Energie-Reserven zu mobilisieren.

Ist der Druck, Meister werden zu müssen, durch den Trainerwechsel jetzt noch größer?
Das würde ich nicht sagen. Natürlich ist ein Druck da, weil wir als Erster in die Playoffs gehen. Aber wir wissen, dass wir gegen jede Mannschaft, die dabei ist, auch verlieren können. Wir hoffen natürlich, dass es in einer Serie über fünf Spiele schwer gegen uns wird. Wir müssen gleich in der ersten Runde hellwach sein.

Danilo Barthel: Wir haben Uli Hoeneß viel zu verdanken

Bayern-Präsident Uli Hoeneß glaubt, dass Bayern "den mit Abstand besten Kader" hat.
Wir haben einen extrem guten Kader. Aber da gibt es auch noch Mannschaften wie zum Beispiel Alba Berlin und Bamberg, die ähnlich tiefe Kader haben. Vielleicht haben wir einen kleinen Vorteil.

Wie haben Sie die Szene gesehen, als Uli Hoeneß vor dem letzten Viertel gegen Bremerhaven aufs Feld stürmte und auf Vladimir Lucic einredete?
Er hat ihn positiv motiviert und es scheint ja gefruchtet zu haben. Lucic hat danach zumindest überragend gespielt. Vielleicht muss er mal vorm Spiel für die ganze Mannschaft so eine Rede halten (lacht). Uli Hoeneß ist so erfahren als Sportsmann, hat in der Sportwelt auf dem höchsten Level schon alles gesehen. Diese Erfahrung hat er da ein bisschen miteingebracht. Wir als Team wissen aber, was wir machen müssen, um erfolgreich zu sein.

Sie hätten nichts dagegen, wenn er öfter mal auf die Mannschaft einwirkt?
Wir haben Uli Hoeneß hier beim FC Bayern Basketball viel zu verdanken. Er sticht einfach hervor, mit dem, was er alles für den Verein getan hat. Deshalb habe ich damit kein Problem. Und wenn es hilft, wieso nicht?

Meister in der BBL: Alba Berlin größter Rivale des FC Bayern

Wieviel von Ex-Trainer Sasa Djordjevic steckt noch im Bayern-Spiel und wie viel von Dejan Radonjic schon?
Schwer zu sagen. Es sind andere Philosophien. Natürlich hat Sasa die Mannschaft eineinhalb Jahre geprägt. Wir haben jetzt aber auch schon neue Aspekte im Spiel. Mit den neuen Systemen sind andere Spieler und Dinge wieder mehr in den Fokus gerückt und defensiv versuchen wir, noch etwas aggressiver zu spielen.

Wen sehen Sie als größten Rivalen im Kampf um den Titel?
Berlin sehe ich aktuell als unseren Hauptkonkurrenten. Aber auch die Bamberger haben sich nach ihrer harten Euroleague-Saison in den letzten Wochen stabilisiert. Der Weg zur Meisterschaft ist sehr, sehr hart.

Auf was wird es ankommen?
Wir müssen als Team zusammenspielen, in jedem Spiel Energie aufs Spielfeld bringen, hochkonzentriert sein und kämpfen, kämpfen, kämpfen. Das ist das, was in den Playoffs zählt.

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