"Dallas"-Bösewicht Wirbel um die Emmys: Gedenken an Larry Hagman zu kurz

So bleibt er seinen Fans in Erinnerung: Larry Hagman Foto: Jon Furniss/Invision/AP

Als J.R. Ewing in der Kultserie "Dallas" schrieb Larry Hagman Fernsehgeschichte. Bei den Emmys, wurde nur drei Sekunden an ihn gedacht.

Los Angeles - Larry Hagman prägte die Fernsehlandschaft wie kaum ein anderer. Doch bei der Emmy-Verleihung am vergangenen Sonntag wurde der legendäre "Dallas"-Bösewicht, der am 23. November 2012 im Alter von 81 Jahren gestorben war, nur mit einer kurzen Sequenz bedacht. Berührende Trauerreden gab es dagegen unter anderem für die verstorbenen Schauspieler Cory Monteith (31, "Glee") oder James Gandolfini (57, "Sopranos").

"Was ich letzte Nacht gefühlt habe, war kein Ärger, sondern Enttäuschung", erklärte nun Hagmans Sohn Preston über die mangelnde Aufmerksamkeit für seinen berühmten Vater dem US-Klatschportal "Entertainment Tonight". Hagman wurde gerade mal drei Sekunden auf der Leinwand gezeigt, gemeinsam mit anderen verstorbenen Stars wie Julie Harris (87, "Unter der Sonne Kaliforniens") oder dem legendären Filmkritiker Roger Ebert (70). "Drei Sekunden sind zu kurz, für jeden von ihnen", erklärt Hagman weiter. "Wenn du die Verstorbenen ehren willst, dann bitte mit Respekt und Würde. Das waren alles talentierte Menschen, die so viel für die Fernsehindustrie gemacht haben."

Sein Vater sei ein Pionier gewesen, der für viele Stars den Weg geebnet hätte, ist sich Hagman sicher. Weniger diplomatisch äußerte sich dagegen Adam Klugman über das Gedenken an seinen berühmten Vater Jack Klugman, der mit der Serie "Quincy" Fernsehgeschichte geschrieben hatte. Der Schauspieler war am 24. Dezember 2012 im Alter von 90 Jahren verstorben. "Es ist eine Beleidigung", erklärte Klugman noch vor der Emmy-Verleihung. "Das ist so typisch für diese vom Jugendwahn zerfressene Industrie, dass sie nur eine kurze Aufmerksamkeitsspanne hat und sich nur auf die Jungen konzentriert."

 

0 Kommentare