Dachgarten im Bayerischen Hof Bayerisches Art Decó trifft Nierentische und internationales Kreuzfahrtgefühl

Der offene Kamin in der neuen Lounge als Teil des "Dachgarten"-Konzepts. Foto: Bayerischer Hof

Vielleicht eines der schönsten Orte zum edlen Verweilen in München. Aber wer darf hinein in den Dachgarten, der eigentlich eine wunderbare Lounge mit Terrasse ist?

 

Es ist wohl der schönsten Orte Münchens: Ein großer Saal mit Buffet und offener Küche, die sich hinter einem Holz-Paravant verstecken kann. Der Denkmalschutz erlaubte eine große Glasfront, die direkt auf den Dom schaut. Dann tritt man an in ein intimes Kaminzimmer mit Bar und glaubt sich in einer Privat-Suite auf einem Luxus-Liner, der gerade am Prommenadeplatz angelegt hat. Der Bayerische Hof hat sich in der sechsten Blue Spa-Etage ein Event-Juwel geschaffen.

Wie sieht's aus?

Ein Pariser Designstudio hat die Aussschreibung gewonnen: Patrick Jouin und Sanjit Manku haben sich von München und Bayern inspirieren lassen: gedeckte Grüntöne als Wandfarbe (Englisher Garten), die Wände Art-Deco-artig geschwungen, Naturstein-Graue Böden (Bayerischer Kirchheimer Muschelkalk), zurückgenommene Holzfassungen und Stufen (Ahorn) und: ein mit  weißem Lammellen-Porzelan gefasster offener Kamin in der Mitte. Diese Porzellan-Elemente prägen auch die Eckbar. Darum Freischwingersessel in 50er-Anmutung und schwarze Ovaltischchen und auch hier: der große Ausblick auf das Kirchenschiff und die Türme der Frauenkirche.

Was hat's gekostet?

Viele Nerven und vor allem viel Freude, wie Innegrit Volkhardt und die Designer Patrick Jouin und Sanjit Manku versichern. 4,5 Millionen Euro wurden investiert, ein Jahr wurde geplant und mit der Stadt verhandelt (Denkmalschutz) und nur ein halbes Jahr lang umgebaut.

Wer darf rein?

Hotelgäste: Denn der Saal und die neue Dachgarten-Lounge bleiben Frühstücksraum des Hotels. Sie verwandeln sich aber über Mittag und am Abend in Event-Orte für Menschen und Firmen, die hier feiern oder etwas veranstalten wollen. Und die Bar? Auch die ist vorerst den Gästen vorbehalten. Aber wie hat Innegrit Volkhardt angedeutet: Wenn im Frühjahr die Gäste des Blue Spas über die Terrassen herüber kommen und staunen oder Gäste von der Terasse im siebten Stock herunterschauen, denkt der Bayerische Hof darüber nach, die Bar öffentlich zu machen. Es wäre eines der schönsten Orte Münchens, um einen edlen Abend zu verbringen.

Was soll noch kommen?

Ein so genanntes "Bird's Nest" als intimer Rückzugsort wird bald fertig sein, das die Blue Spa Lounge ergänzt und Terasse und Innen-Lounges verbindet.

 

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