Dachau-Prozess Dachau-Killer: "Wollte auch den Richter erschießen"

Der Angeklagte im Mordprozess von Dachau ist am Dienstag in den Gerichtssaal gebracht worden. Die Bilder. Foto: dapd

Im Mordprozess um die tödlichen Schüsse auf einen Staatsanwalt in Dachau ist der schwer kranke Angeklagte am Dienstag in das Münchner Landgericht gebracht worden.

 

München – Im Prozess um die tödlichen Schüsse im Amtsgericht Dachau hat der Angeklagte ein Geständnis abgelegt. „Ich habe den Staatsanwalt erschossen und den Richter wollte ich erschießen, aber bin nicht mehr dazu gekommen“, sagte Rudolf U. am Dienstag vor dem Landgericht München aus.

Er widersprach der Anklageschrift jedoch dahin gehend, dass er auch seine eigene Rechtsanwältin sowie den Protokollführer habe erschießen wollen. Zuvor hatte der Vorsitzende Richter der Strafkammer das persönliche Erscheinen des Angeklagten angeordnet.

Offenbar ist der schwer Zuckerkranke nun doch verhandlungsfähig. Zum Prozessauftakt am Montag hatte der beinamputierte Mann gefehlt, da er abermals operiert werden musste.

U. ist des Mordes sowie des dreifachen Mordversuchs angeklagt. Der Transportunternehmer hatte sich im Januar vor dem Dachauer Amtsgericht wegen nicht bezahlter Sozialversicherungsbeiträge verantworten müssen. Bei der Urteilsverkündung zog er eine Pistole, feuerte um sich, und traf den 31-jährigen Staatsanwalt Tilman T. tödlich.

 

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