Dabei oder nicht? Die Bayern in der WM-Quali: Licht und Schatten

Nicht alle Bayern-Spieler konnten in der WM-Quali so jubeln wie James Rodriguez. Foto: dpa

Viele Bayern waren unterwegs in Sachen WM-Qualifikation, bei den einen klappte es mit der Quali, bei den anderen nicht. Die AZ gibt einen Überblick über Licht und Schatten der bayerischen Nationalspieler.

München - Ohne Holland fahr'n wir zur WM! Was bei so manchem Fan der deutschen Nationalmannschaft ungebremste Schadenfreude auslöst, ist für Arjen Robben ein unrühmliches Ende seiner Elftal-Karriere. Das 2:0 gegen Schweden am letzten Spieltag reichte nicht zur Qualifikation für die WM. Nach 97 Spielen und 37 Toren zieht sich Robben aus der Oranje-Elf zurück. Genauso macht es Arturo Vidal bei der chilenischen Nationalelf, bei ihm stehen 98 Spiele und 23 Tore in der Statistik. (Mehr dazu lesen Sie hier)

Bittere Pille für Chile

Die Nicht-Qualifikation Chiles hätte jedoch kaum bitterer ablaufen können: im September 2016 nämlich hatte Chile gegen das 0:0 gegen Bolivien bei der FIFA Einspruch eingelegt, weil der Gegner den noch nicht spielberechtigten Nelson Cabrera eingesetzt hatte. Der Protest hatte zwar Erfolg, Chile gewann die Partie am grünen Tisch mit 3:0 und hatte zwei Punkte mehr. Aber: Weil Cabrera schon fünf Tage vorher bei Boliviens 2:0-Sieg gegen Peru mitgewirkt hatte, bekamen auch die Peruaner einen Sieg zugesprochen.

So hatten die Chilenen also zwei Punkte mehr auf dem Konto, die Peruaner aber gleich drei. Am Ende der Quali waren beide Länder punktgleich. Durch den Einspruch der Chilenen dürfen also nun die Peruaner die Playoffs gegen Neuseeland spielen, Chile ist also tatsächlich wegen des Einspruchs nicht mehr im Rennen um die WM-Startplätze.

James netzt für Kolumbien

Besser lief es in Südamerika für James Rodríguez und seine Kolumbianer: dank eines 1:1 am letzten Spieltag gegen Peru konnte Kolumbien den vierten Platz in der Südamerika-Gruppe verteidigen und ist somit direkt für Russland qualifiziert. James erzielte dabei das für die Kolumbianer beruhigende 1:0 in der 56. Spielminute. Nicht alle Bayern waren also unglücklich unterwegs in Sachen Nationalmannschaft. Rafinhas Teilnahme mit Brasilien stand bereits seit Längerem fest.

Thiago Alcantara verpasste das abschließende Qualifikationsspiel der Spanier gegen Israel wegen einer Innenbandzerrung am Sprunggelenk, qualifiziert war der Weltmeister von 2010 aber ohnehin schon. Javi Martinez war zwar mehrfach bei den Qualispielen dabei, bekam allerdings keine einzige Minute Einsatzzeit. Ohne Einsatz für Spanien blieb auch der verletzte Linksfuß Juan Bernat. Er hofft aber nach seiner Genesung auf die Teilnahme an der WM.

Frankreich Top, Österreich Flop

Frankreich sicherte sich wie Spanien die WM-Teilnahme als Gruppenerster. Im abschließenden Gruppenspiel gegen Weißrussland kamen Correntin Tolisso und Kingsley Coman mit "Les Bleus" zu einem knappen 2:1-Erfolg und setzten sich damit vor den Schweden durch. Mittelfeldmann Tolisso stand die kompletten 90 Minuten auf dem Platz, Comans Arbeitstag war nach 61 Minuten beendet.

Aber auch in Europa gibt es einen Wermutstropfen für die internationale Bayern-Garde: David Alaba und seine Österreicher beendeten die Quali zwar mit einem 1:0-Sieg in Moldawien, der WM-Zug war für Rot-Weiß-Rot aber schon länger abgefahren. Alaba war im letzten Spiel nicht mit dabei, er hatte Trainer Marcel Koller wegen einer Bänderverletzung abgesagt.

 

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