CSU-Stadträte fordern Kommt bald die Mobilitäts-Flatrate für München?

Die MVG soll prüfen, ob in München eine Mobilitäts-Flatrate möglich ist. Dann gehören Ticketautomaten für viele bald zur Vergangenheit. Foto: Amelie Geiger/dpa

Einmal zahlen, alles fahren: Vier Stadträte der CSU fordern eine Mobilitäts-Flatrate für München.

 

München - Mit dem Leihrad zur U-Bahn, mit dem Wagen von Carsharing zum Einkaufen. Dafür braucht der Münchner gleich mehrere Apps auf dem Handy, muss sich jeweils registrieren und individuell bezahlen. Das wollen vier Stadträte der Münchner CSU jetzt ändern. 

Sie fordern in einem Antrag, dass die MVG (Münchner Verkehrsgesellschaft) ergänzend zum bestehenden Tarifsystem eine Mobilitäts-Flatrate anbieten, beziehungsweise vorerst prüfen soll. So soll jeder Münchner U-Bahn, Bus, Tram, IsarTiger, Carsharing, Leihräder und E-Scooter zu einem monatlichen Festpreis nutzen können. 

Augsburg könnte München bei der Flatrate als Vorbild dienen

Die CSU bezeichnet das bisherige Angebot als "unattraktiv", da die Benutzer die Kosten für die verschiedenen Verkehrsmittel schlecht kalkulieren könnten und sie viele verschiedene Angebote nutzen müssten.

"Um eine bessere Vergleichbarkeit zwischen Nutzung eines eigenen Pkw und eines Moblitätsmix auf der anderen Seite herzustellen, muss den Menschen ein attraktives Angebot für kostentransparente, flexible und bequeme Mobilität unterbreitet werden", heißt es in dem Antrag. 

Als Vorbild für eine Mobilitäts-Flatrate könnte Augsburg dienen. Dort wurde bereits zum 1. November eine Flatrate für Bus, Straßenbahn, Carsharing-Autos und Leihräder eingeführt. Für einen monatlichen Fixpreis können Nutzer nun mit vierschiedenen Verkehrsmitteln durch Augsburg düsen.

Dorothea Wiepcke fordert mit ihrer CSU-Fraktion jetzt in einem Antrag, dass München ein ähnliches Modell einführen soll. Neben Bus, Bahn und Tram sollen auch E-Scooter in das Paket aufgenommen werden. Wie viel die Flatrate kosten würde, schlägt sie nicht vor.

Mobilitäts-Flatrate? Das sagt die MVG

Wiepcke geht aber davon aus, dass es in München zwar mehr als in Augsburg kosten würde. "Dennoch hätte man dann den direkten Vergleich mit den Kosten eines eigenen Autos", sagt sie. Und genau der Vergleich mit fixen Kosten erleichtere die Entscheidung, auf den eigenen Pkw zu verzichten.

Was sagt die MVG zu dem CSU-Vorschlag? "Aktuell steht die Umsetzung des neuen MVV-Tarifs zum 15. Dezember im Vordergrund", sagt Sprecher Matthias Korte.

Um den Abschied vom eigenen Auto zu erleichtern, treibe die MVG längst die Integration neuer Mobilitätsangebote in den ÖPNV voran. Die eigenen Apps entwickle man gerade zu einer "umfassenden Mobilitätsplattform" weiter.

In dem Zusammenhang beschäftige die MVG sich auch mit einer tariflichen Bündelung aller Angebote. "Grundsätzlich können wir uns auch Modelle wie in Augsburg vorstellen, sagt Korte. "Sofern eine solide Finanzierung zu realisieren ist."

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