Coronavirus Killer-Virus in München: Patient in Klinik

Im Klinikum der Stadt wird ein Infizierter behandelt, der das gefährliche Coronavirus hat – das ist erst der zweite Fall in Deutschland.

 

München - Es ist brandneu. Und brandgefährlich. Im vorigen Jahr ist das „ Humane Betacoronavirus 2c EMC/2012“ erstmals identifiziert worden. Es kann beim Menschen eine schwere Infektion der Atemwege, Lungenentzündung und Nierenversagen verursachen. Bisherige Erkrankungen verliefen schwer und oft tödlich.

Jetzt wird im Städtischen Klinikum München ein Patient behandelt, bei dem jüngst eine Infektion mit dem Coronavirus diagnostiziert worden ist. In Deutschland ist es erst der zweite bekannt gewordene Fall.

Bislang hatten alle Infektionen ihren Ursprung im Nahen Osten mit dem Schwerpunkt Saudi-Arabien. Auch der Münchner Patient stammt aus dem arabischen Raum und lebt dort. Er kam eigens in einem Intensivtransport zur medizinischen Spezialbehandlung nach Bayern. Nun wird er unter strikter Isolation im Einzelzimmer auf der Intensivstation behandelt. „Für die Bevölkerung bestand zu keiner Zeit eine Ansteckungsgefahr“, erklärt die Stadt in ihrem Presseorgan „Rathaus Umschau“.

Weltweit sind nach derzeitigem Wissensstand erst 16 Fälle des entsprechenden Coronavirus aufgetreten. Auch beim zweiten Fall in Deutschland hatte es sich um einen „importierten“ gehandelt. Nach jetzigem Kenntnisstand ist von einer sehr geringen Ansteckungsgefahr von Mensch zu Mensch auszugehen, heißt es.

Die eigentlichen Wirtsorganismen seien wohl Fledermäuse, von denen das Virus sporadisch auf Menschen übergehe. Insbesondere bei geschwächten Menschen kann die Infektion einen schweren Verlauf nehmen. Die Angehörigen des Münchner Patienten werden beraten und medizinisch überwacht.

 

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