Condrobs-Integrationsprojekt Eröffnungsfeier in der Kistlerhofstraße

OB Dieter Reiter, Hausleiterin Melanie Contu, Condrobs-Geschäftsführer Frederik Kronthaler und Künstler Wolfgang Flatz bei der Eröffnungsfeier. Foto: Condrobs

Das integrative Wohnprojekt von Condrobs an der Kistlerhofstraße ist mit einem Fest offiziell gestartet. OB Dieter Reiter ist von dem Heim für Studenten und Flüchtlinge begeistert.

Fürstenried West - Es ist das größte Projekt, das Condrobs je gestemmt hat, viel Zeit und Nerven stecken in dem Wohnheim an der Kistlerhofstraße. Kein Wunder, dass Eva Egartner, geschäftsführende Vorsitzende von Condrobs, bei der Eröffnungsfeier Ende vergangener Woche sichtlich aufgeregt aber glücklich auf der Bühne stand, als sie die versammelten Gäste, Bewohner, Förderer und Wegbegleiter bei der Realisierung begrüßte.

Die ersten Bewohner sind schon seit ein paar Wochen hier. 13 Flüchtlinge und 32 Studenten sind bereits eingezogen und haben sich bereits angefreundet. „Es findet hier ein reger Austausch statt. Wir spielen zusammen Fußball und haben schon einen Geburtstag gefeiert – da gab’s dann drei Kuchen“, erzählt Student Malte Satow.

Den Eindruck, dass hier entspannte junge Menschen gut zusammen leben, hatte auch OB Dieter Reiter bei seiner Besichtigung. „Ich freue mich, dass es hier gelingt, Menschen mit so unterschiedlichen Biographien zusammenzubringen. Das Projekt ist genau die Form von Integration, die ich mir vorstelle“, lobt er und stellt in Aussicht: „Wir werden als Stadt versuchen, dieses Konzept zu kopieren.“

Künstler Wolfgang Flatz, der die Gänge im Wohnheim gestaltet hat, signierte die Gemälde, die er für die Mensa gespendet hat und sprach über das Farbkonzept – von dunkel nach hell geht der Verlauf sinnbildlich.

Johanna Bittenbinder, die selbst zu Zeiten des Bosnienkrieges Flüchtlinge bei sich zuhause aufgenommen hat, sprach sich deutlich für das Projekt aus. „Ich finde es klasse, weil ich dafür bin die Flüchtlinge zu integrieren. Als Schauspielerin verbinden mich viele mit dem Begriff der Heimat. Ich finde gerade in dem Zusammenhang muss man Verständnis zeigen für die Menschen, die ihre Heimat verloren haben.“

In den nächsten Wochen werden nach und nach noch mehr Bewohner in die Kistlerhofstraße ziehen. „Wir werden schon dafür sorgen, dass die Auslastung steigt“, sagt Reiter augenzwinkernd.

Mit der Einrichtung kommt auch der Gastroberieb Viva Clara wieder zurück nach München. Gemeinsam mit Condrobs bietet Viva Clara geschützte Ausbildungs- und Arbeitsplätze für Frauen, die auf dem ersten Arbeitsmarkt keine Perspektive finden. In dem Café im Wohnheim können auch die Studenten und Flüchtlinge arbeiten.

 

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