Comeback gegen Schalke Gomez: Er fordert ein Bekenntnis vom Verein

Stürmer Mario Gomez  feiert ein gelungenes Startelf-Comeback. Und motzt: "Der Verein muss sich klar bekennen und uns sagen, was los ist"

 

München - Was für eine Genugtuung für Mario Gomez: ein Einsatz über 90 Minuten, das war dem Bayern-Stürmer in dieser Saison nur ein einziges Mal vergönnt – beim unbedeutenden 4:1 im letzten Gruppenspiel der Champions-League-Vorrunde gegen Bate Borissow im Dezember (4:1). Und dann gelangen ihm beim souveränen 4:0 gegen Schalke noch ein Tor und eine Vorlage. Ein gelungenes Startelf-Comeback. Nun steht er bei drei Saisontreffern in neun Partien.

Dabei ist Gomez nur Joker, der Stellvertreter von Mario Mandzukic (14 Saisontreffer). „Heute hätten mich nicht viele Bundesliga-Trainer aufgestellt“, sagte der 27-Jährige nach der Partie völlig aufgeräumt und bedankte sich bei Trainer Jupp Heynckes: „Überrascht war ich nicht, ich habe mich sehr gefreut, dass ich spielen durfte. Ich habe mich eher gefragt: Wo stehe ich, wo bin ich? Meinen Respekt hat daher Jupp Heynckes“, so Gomez bei „Liga total!“.

Der Stürmer weiter: „Er sagte mir: ,Ich weiß, dass du ein Tor machst.'“ So kam es. Es war das 4:0 auf Vorlage von Arjen Robben.

Thema der Woche waren jedoch die Spekulationen um den möglichen Wechsel von Dortmunds Torjäger Robert Lewandowski zum FC Bayern. Darauf angesprochen, sagte Gomez: „Muss ich dazu was sagen? Ist das meine Aufgabe – ist es nicht.“ Um dann generell zu werden: „Ich habe keine Angst vor niemandem.“ Gelassen, nicht gereizt reagierte Gomez, als er sagte: „Der Mario (Mandzukic, d.Red.), der Pizza (Claudio Pizarro) und ich, wir fühlen uns hier alle sehr wohl. Wir müssen uns nicht an Spekulationen beteiligen. Es ist letztlich so, dass sich der Verein mir, Mario und Pizza gegenüber bekennen muss; dass er sagen muss, was los ist. Wir fühlen uns alle drei wohl. Wir werden sehen, was passiert.“ Und weiter: „Irgendwann wird der Verein uns sagen, wie er plant. Ein Bekenntnis im Moment sieht anders aus für die Stürmer, die da sind“

Will sagen: Was passiert, wenn Pep Guardiola, der neue Coach ab Juli, nicht auf Gomez als Stürmertypen steht? Sondern eher auf Mandzukic und eventuell Lewandowski? Der aktuelle Trainer steht auf Gomez und sagte nach dem 4:0 gegen Schalke: „Ich weiß, was Mario für ein Mensch ist und was er für einen Charakter hat. Er hat eine tolle Torquote. Er war etwas verunsichert, das hat man gesehen, das Tor hat ihm gut getan. Ich kann nur sagen: Wir brauchen ihn.“

 

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