Co-Trainer wirft hin Der Schroth-Schock

Co-Trainer Markus Schroth verlässt die Löwen. Foto: Augenklick/sampics

Völlig überraschend wirft Co-Trainer Markus Schroth hin – ohne eine Erklärung. Sportchef Florian Hinterberger: „Komplett überrumpelt”

 

München .  Damit hatte Florian Hinterberger nun wirklich nicht gerechnet. Der Sportdirektor des TSV 1860 saß am vergangenen Freitag in seinem Büro in dritten Stock der Geschäftsstelle an der Grünwalder Straße, als auf einmal Co-Trainer Markus Schroth bei ihm in der Tür stand. „Er kam am Freitag zu mir ins Büro und bat mich völlig überraschend darum, seinen Vertrag mit sofortiger Wirkung aufzulösen”, erzählt Hinterberger. „Ich habe das dann mit Trainer Alexander Schmidt und Geschäftsführer Robert Schäfer besprochen und danach sind wir Markus’ Wunsch nachgekommen.”

Schon einen Tag später war Schroth nicht mehr da, am Mittwoch gaben die Löwen dann dessen Demission bekannt. Spind ausgeräumt, Handynummer gewechselt – das war’s dann mit dem TSV 1860. Und das nach insgesamt 14 Jahren bei den Löwen. Schroth spielte von 1998 bis 2004 für den TSV 1860 und dann noch einmal von 2007 bis 2009.

Danach war er in verschiedenen Positionen für die Löwen tätig – unter anderem im Marketing und zuletzt als Co-Trainer der Profis. Die Gründe für seinen plötzlichen Abgang bleiben weiterhin im Verborgenen. Sie sollen privater Natur sein. „Er hat sich uns gegenüber auch nicht geäußert, wollte einfach nur seinen Vertrag auflösen”, sagt Hinterberger, der jedoch klar ausschließt, dass es innerhalb des Trainerteams oder überhaupt im Verein zu schwerwiegenden Auseinandersetzungen gekommen ist. „Nein, da war gar nichts. Diese Entscheidung von Markus Schroth hat sich wirklich überhaupt nicht angedeutet, wir waren auch komplett überrumpelt.”

Die Vertragsauflösung kam so plötzlich, dass sich Schroth bislang noch nicht einmal von der Mannschaft oder den Mitarbeitern der Geschäftsstelle verabschiedet hat – das wird wahrscheinlich noch kommen. Die Aufgaben als Co-Trainer von Alexander Schmidt wird kommissarisch bis zum Saisonende Franz Hübl, Videoanalyst der Löwen, übernehmen. Wie es dann in der neuen Saison weitergeht, steht noch nicht fest. „Das werden wir sehen und in aller Ruhe besprechen. Die Situation ist ja noch sehr frisch”, sagt Hinterberger.

 

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