Club Mak - das nächste Juwel

Schaut her, ich habe getroffen: Club-Talent Robert Mak hatte mit seinem Tor zum 2:0 in Lautern den Sack zugemacht. Foto: dapd

NÜRNBERG Wo soll das noch enden? Ilkay Gündogan, Mehmet Ekici, Almog Cohen, Philipp Wollscheid, Marvin Plattenhardt und Timothy Chandler haben ihren Durchbruch beim Club bereits geschafft. Und die Talentschmiede Valznerweiher hat natürlich ein weiteres heißes Eisen im Feuer: Robert Mak.

 

„Das hat er schon sehr, sehr abgebrüht gemacht”


Zugegeben, der 20-jährige Flügelflitzer hat ein wenig länger als seine Altersgenossen gebraucht, um sich in den Blickpunkt zu spielen. Mak hatte und hat nun mal das Handicap, sich nur über das Training empfehlen zu können. Denn als Slowake darf er nicht ran in der U23. Aber spätestens mit seinem abgezockten Treffer zum 2:0 auf dem Betzenberg, seinem dritten Saisontor im 18. Einsatz, scheint auch bei „Robbie” der Knoten endgültig geplatzt zu sein. „Das hat er schon sehr, sehr abgebrüht gemacht”, lobt Trainer Dieter Hecking seinen Nachwuchs-Joker.
Zudem darf sich der Coach bestätigt fühlen. Denn trotz anfänglicher Kritik, Mak renne sich zu oft fest, hatte Hecking die Spielweise des Offensiv-Talents, das letzten Sommer für vergleichsweise schmale 250000 Euro Ablöse von Manchester City kam, immer verteidigt. „Sonst würde ich ihm ja seine Stärken nehmen”, sagt Hecking.


Maks Tor im Fritz-Walter-Stadion war der beste Beweis dafür. Nach einem verunglückten Befreiungsschlag von Lauterns Rodnei, war Mak in der 92. Minute mit der Kugel drauflos gesprintet und hatte am Ende seines Spurts noch die Ruhe, zwei Mann auszuspielen, bevor er den Ball unhaltbar für FCK-Keeper Kevin Trapp ins lange Eck schob. Diese Zielstrebigkeit ließ Mak zwar vorher in einigen Szenen noch vermissen, aber für Hecking ist der nächste Entwicklungsschub des slowakischen U21-Nationalstürmers nur eine Frage der Zeit. „Er muss nur erkennen, wie gut er eigentlich ist. Wenn er mit Tempo kommt, ist er ganz schwer zu verteidigen.”

Schieber "nicht ganz zufrieden"


Für das Duell um Europa am Ostersonntag (17.30 Uhr) gegen Mainz ist personell also alles angerichtet. Zumal auch Julian Schieber die anstehende Trainingswoche nutzen kann, um weiter an seinen Defiziten zu arbeiten. In Kaiserslautern, bei seinem Startelf-Comeback, war Schieber die lange Pause nach der Meniskus-Operation noch anzumerken. „Ich war mit meinen Auftritt nicht ganz so zufrieden. Mir hat noch die Spritzigkeit gefehlt”, zeigte sich die VfB-Leihgabe selbstkritisch. Auf seinem Weg zurück zu alter Stärke war sein 73-minütiger Einsatz aber ein wichtiger Schritt. „Man merkt, dass ihm beim Antritt noch der erste Meter fehlt. Mit Blick auf die nächste Woche war ich aber zufrieden”, zeigt sich Hecking zuversichtlich.


Auch, was das kleine Formtief von Allzweckwaffe Jens Hegeler anbelangt. Über Wochen hatte der 23-jährige Edeltechniker deutlich unter seinen Möglichkeiten gespielt. Jetzt erklärte Hecking zum ersten Mal, warum: „Jens hat sich vier Wochen lang mit einem grippalen Infekt herumgeplagt, deshalb Antibiotika nehmen müssen. Wir dachten aber, dass wir ihn über

Spielpraxis in Form halten können.” Mit Erfolg, wie Hegeler als entscheidender Wegbereiter zum 1:0 durch Christian Eigler am Betze gezeigt hat.
So sieht es auch Jens selbst: „Ich fühle mich frischer als vor drei Wochen. Kräftemäßig hatte ich zuletzt etwas Probleme. Aber es ist eine lange Saison. Jetzt hoffe ich, dass ich genügend Energie für die restlichen Spiele habe.” Für den Endspurt nach Europa.

 

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