City2Share und Green City Zenettiplatz wird zum Knoten für moderne Mobilität

Der Zenettiplatz in der Isarcvorstadt soll umgestaltet werden. Foto: Sigi Müller

Am Zenettiplatz in der Isarvorstadt sollen moderne Verkehrsmittel gebündelt werden. Der Lieferverkehr in der Stadt soll nachhaltiger werden, E-Mobilität im Vordergrund stehen. 

Isarvorstadt - Zurzeit sieht der Zenettiplatz ganz in der Nähe des Viehhofgeländes in der Isarvorstadt wie ein Parkplatz aus. Etwa 20 Autos passen auf den kleinen Platz, der in der Mitte durch die Zenettistraße geteilt wird. Sitzgelegenheiten gibt es keine, Bäume fehlen auch weitestgehend. Das soll sich nun ändern. Mit dem Projekt "City2Share" wollen die Stadt und der Verein Green City gemeinsam mit weiteren Projektpartnern den Platz umgestalten.

"City2Share ist ein Mobilitätsforschungsprojekt", erklärt Merle Breyer vom Planungsreferat. Zwei Hauptpunkte sind Elektromobilitäts-Stationen und eine ansprechendere Platzgestaltung. "Wir wollen verschiedene Verkehrsmittel bündeln", so Breyer weiter. Deshalb soll es am Zenettiplatz Carsharing-Stationen geben, eine Radstation mit MVG-Fahrrädern und Pedelecs sowie Ladesäulen.

Stadt sieht Bedürfnis nach mehr Natur in der Stadt

Ein weiteres Ziel von City2Share ist, den Lieferverkehr in Innenstadtrandbereichen nachhaltiger zu gestalten. Gegenüber des Zenettiplatzes gibt es ein sogenanntes "Micro Depot" des Paketzustellers UPS. Von Lkw werden dort die Päckchen auf Lastenfahrräder umgeladen. Mit diesen Rädern bringen die Zusteller die Pakete direkt zu ihren Empfängern.

Die Menge an Paketen, die an einem Depot umverteilt werden, liefern normalerweise drei bis vier Sprinter aus. "Außerdem wollen wir Freiräume schaffen", erklärt Breyer. Dafür gab es im Oktober eine Quartierswerkstatt und eine Online-Befragung, bei der Bürger ihre Wünsche zur Platzgestaltung äußern konnten.

Der größte Wunsch sei immer der nach mehr Grün, sagt Johanna Schneller von Green City. "Das Bedürfnis nach naturnahen Räumen in der Stadt ist groß." Eine Idee sind dabei auch Flächen zum Selbstgestalten, wie Gemeinschaftsgärten und -beete. Andere Wünsche seien mehr Raum für Sport zum Beispiel durch Trimm-Dich-Pfade und auch mehr Spielplätze.

Platz soll bis Sommer umgesetaltet sein

Überrascht habe sie, dass viele Bürger erzählten, ihr Auto eigentlich gar nicht zu brauchen. "Wir bekommen bei der Stadt oft die Rückmeldung, dass alles zu teuer ist. Aber die Bürger sagen uns, dass höhere Gebühren bewirken würden, dass sie ihr Auto abschaffen würden, da sie es selten benutzen", so Breyer.

Nun werden Architekten und Planer gesucht, die die Ideen der Bürger umsetzen. Im Sommer soll der Platz umgestaltet sein. "Wir wollen das Ganze temporär austesten und schauen wie die Stimmung ist", sagt Merle Breyer. "Wir nehmen schließlich auch Parkplätze weg."

 

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