AZ-Kommentar Christkindlmärkte im November: Frühes Glühwein-Treiben nervt

, aktualisiert am 23.11.2018 - 08:38 Uhr
Frühe Christkindlmärkte sind wie Erdbeeren im Januar, findet Thomas Müller. Foto: dpa/Amelie Geiger/AZ

Viele Christkindlmärkte beginnen nicht mehr im Dezember, wie der Name vermuten lässt, sondern teilweise schon November. Muss das sein, fragt AZ-Vize-Chefredakteur Thomas Müller und macht einen Alternativ-Vorschlag.

München - Wer zu spät kommt, den bestraft die Geschichte? Die Christkindlmärkte scheinen es alle mit Gorbi zu halten beim Alle-Jahre-wieder-Windhundrennen um den frühestmöglichen Eröffnungstermin.

Und das Schlimmste: Die Stadt spielt dabei mit. Was dann schon mal zu peinlichen Aussetzern führt, weil zum Beispiel das frühweihnachtliche Treiben im Kaiserhof der Residenz am kommenden Totensonntag pausieren muss. Dumm gelaufen, gell?

Wie Erdbeeren im Januar

Nein, dieses immer früher währende Glühwein-Treiben nervt, erinnert irgendwie an Erdbeeren im Januar. Gibt’s längst, braucht aber auch kein Mensch. Wie wär’s stattdessen, die Märkte nicht alle pünktlich vor oder an Heiligabend enden zu lassen, sondern – nur sehr wenige machen’s ja vor – nach einer Feiertagspause, bis Heilig Drei Könige weiterlaufen zu lassen? Es fühlte sich an wie Weihnachten. Nur mal so als Idee.

 

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