Choupo-Moting-Wechsel: Köln hofft - DFL berät

Köln - Bundesligist 1. FC Köln setzt bei der vorerst gescheiterten Verpflichtung von Eric-Maxime Choupo-Moting vom Liga-Konkurrenten Hamburger SV noch auf ein Einlenken der Deutschen Fußball Liga (DFL).

 

"Der 1. FC Köln hofft auf ein positives Ergebnis", sagte der neue FC-Sportdirektor Volker Finke. Wegen Problemen bei der Fax-Übermittlung der Unterlagen war die geplante Verpflichtung zum Ende der Transferperiode nicht pünktlich zustande gekommen. Das Fax-Gerät habe ab der dritten Seite der Unterlagen "nur noch schwarze Querstriche" gezeigt, sagte Finke.

Die DFL kündigte an, sich noch einmal mit dem Thema zu beschäftigen. "Nach Eingang der vom 1. FC Köln angekündigten näheren Darlegung der Umstände wird sich die DFL selbstverständlich mit dem Antrag befassen und zeitnah bis spätestens Ende der Woche eine Entscheidung treffen", sagte ein DFL-Sprecher.

Ob der Wechsel nachträglich genehmigt werden kann, ist unklar. "Fakt ist: Im Rahmen der für alle Clubs geltenden Frist sind am gestrigen Tage keine Unterlagen bei der DFL eingetroffen", sagte der Sprecher.

Spieler und Vereine hatten sich am 31. Januar geeinigt, trotzdem war das Ausleihgeschäft gescheitert. Das Fax vom Vater und Berater des 21-Jährigen mit dem unterschriebenen Vertrag kam nicht rechtzeitig in der FC-Geschäftsstelle an. Schuld könnte ein Papierstau im Fax-Gerät gewesen sein. Erst um kurz nach 18 Uhr konnten die Kölner das Dokument an die DFL weiterleiten - Minuten, nachdem die Frist für einen Wechsel im Winter verstrichen war. Der FC hatte umgehend Beschwerde gegen die DFL-Entscheidung eingelegt.

An seinem ersten offiziellen Arbeitstag stellte Finke fest, dass der Klassenverbleib des 1. FC Köln in der Fußball-Bundesliga die wichtigste Aufgabe ist. Dieses Ziel habe "absoluten Vorrang", sagte der 62-Jährige. Eine Rückkehr auf den Trainerposten schloss Finke aus. Allerdings schränkte er ein, dass man im Fußball "nie nie sagen" sollte. In seiner neuen Position sieht sich Finke nach eigenen Worten "als Azubi" und will dabei vor allem im Hintergrund arbeiten. Eine seiner wichtigsten Aufgaben soll es sein, FC-Trainer Frank Schaefer "die Rückenmuskulatur zu stärken".

 

0 Kommentare