Chaos im Landratsamt droht Altkennzeichen-Vorbestellungen stellt Augsburg vor Probleme

Altkennzeichen erfreuen sich in Bayern großer Beliebtheit. Foto: dpa

Im Landkreis Augsburg droht ein Behörden-Chaos. Die Wiedereinführung eines Altkennzeichens erfreut sich größerer Beliebtheit als gedacht.

 

Augsburg -  Die Vorbestellungen nach dem historischen Autokennzeichen von Schwabmünchen bringt die Zulassungsstelle im Kreis Augsburg an ihre Kapazitätsgrenze.

Wie der Landkreis berichtete, liegen für das Kennzeichen "SMÜ" bereits rund 2100 Reservierungen vor. Nach jahrelangen Protesten hatte die Kreisbehörde ihren Widerstand gegen die alten Kennzeichen aufgegeben und die Einführung zum 1. März beschlossen. Seitdem haben sich zahlreiche Autofahrer ihr "SMÜ"-Nummernschild reserviert.

Die Leiterin der Zulassungs-Außenstelle in Schwabmünchen schlug nun Alarm. Allein um die Vorbestellungen abzuarbeiten, bräuchte ihre Behörde mehr als zwei Arbeitswochen. Wenn alle Interessenten mit ihren Reservierungen Anfang März kämen, wären stundenlange Wartezeiten vorprogrammiert. Da die Kennzeichen-Reservierungen ein Jahr lang gültig sind, appelliert das Landratsamt nun an die Autofahrer, sich mit der Ummeldung Zeit zu lassen und frühestens im April zu kommen, wenn sie keine Termin-Reservierung haben.

In Bayern waren die historischen Kennzeichen bereits Mitte 2013 wieder eingeführt worden, doch der Kreis Augsburg wollte am einheitlichen "A" festhalten. Nachdem eine Bürgerinitiative in Schwabmünchen im vergangenen Jahr mehr als 2000 Unterschriften gesammelt hatte, änderte Landrat Martin Sailer (CSU) jedoch seine Meinung.

Zusätzlich wird nun auch noch das Kennzeichen des ehemaligen Landkreises Wertingen im Kreis Augsburg wieder eingeführt. Bislang gab es "WER" nur im benachbarten Landkreis Dillingen, wo der größte Teil des früheren Kreises Wertingen lag.

 

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