Chaos auf der Stammstrecke Das halten die Münchner vom "S-Bahn-Saufen"

Heruntergerissene Leuchtstoffröhren, verbogene Abdeckgitter, kaputte Fensterscheiben und insgesamt rund 100 Stunden Verspätung bei den S-Bahnen – das ist die Bilanz einer Alkoholparty von rund 2000 jungen Leuten in der Münchner S-Bahn am Samstagabend. Foto: dapd

Pro oder Contra - Was halten die Münchner vom S-Bahn-„Abschiedstrinken“? Heruntergerissene Leuchtstoffröhren, kaputte Fensterscheiben, mehr als 100.000 Euro Schaden und rund 100 Stunden Verspätung – das war die Bilanz der Alkoholparty in der S-Bahn. Die AZ-Leser haben am Sonntag zahlreich auf az-muenchen.de und auf facebook.de/abendzeitung über das Chaos auf der Stammstrecke diskutiert.  Wir haben einige Kommentare, Meinungen und Erfahrungen der User im Folgenden für Sie zusammengefasst.

 

Lukas schrieb: "Ich war gestern dabei und ich muss sagen, es war total lustig. Egal, wo man in München zugange war, hat man überall Leute getroffen, mit denen man feiern konnte. Auf der Kontra-Seite steht natürlich die Zerstörung, die auch nicht in Ordnung ist und strafrechtlich verfolgt werden muss und soll."

Atropa schrieb: "Längst nicht alle haben randaliert. Das macht die Zerstörer nicht weniger asozial, aber wer deswegen alle anwesenden oder gar die ganze Generation verurteilt, macht es sich zu einfach."

Münchner schrieb: "Peinlich, primitiv, ekelhaft und saudumm. Zufällig war ich in einem der Waggons auf dem Nachhauseweg bis zum Marienplatz. Bei den wenigen zurückgelegten Stationen gab es zig Sachbeschädigungen. Im Zug wurde geraucht und dem Geruch nach zu urteilen handelte es sich nicht um Zigarettentabak. Unfassbar. Gut, dass die Allgemeinheit wieder zahlen darf. Neben den Sachbeschädigungen natürlich die ganzen Reinigungssonder- und -extraschichten."

Wolf schrieb: "Hätte es noch eines Bewieses bedurft... ...dass das Alkoholverbot absolut richtig und notwendig ist, einen besseren als dieses Schwachsinnsaktion könnte es wohl nicht geben! Bleibt zu hoffen, dass das Alkoholverbot dann in Zukunft wenigstens besser kontrolliert wird als das Rauchverbot an den Bahnhöfen!!! Denn der normale Fahrgast mit Verstand, wird sicher niemanden auffordern, mit Trinken aufzuhören, es sei denn er möchte gerne die Flasche an den Kopf bekommen..."

uli schrieb: "Darauf hätte man auch im Vorfeld kommen können, dass das kein lustig-harmloses Event wird, wenn Jugend, Alkohol und Menge zusammenkommen. Aber schön, dass Polizei und Bahn das alles so gelassen sehen. Mir tut jeder leid, der gestern abend die öffentlichen Verkehrsmittel nutzen wollte."

tm schrieb: "Was offensichtlich ein erbärmlicher Teil dieser Menschen unter "Feiern" versteht, heißt im Rest Mitteleuropas Sachbeschädigung und Belästigung."

honigbär schrieb: "Es wurde auf der Facebookseite ja kurz vorher extra nochmal klargestellt, dass es sich um KEIN Massenbesäufnis handelt, sondern es ging darum "den Unsinn dieser Verordnung im stillen Protest in Frage zu stellen". War wohl das was man heutzutage als Epic Fail bezeichnet."

Tanja G. schrieb: "Einfach nur krank... die Verursacher sollten mit anpacken und selbst dieBeschaedigung zahlen!"

Dominique P. schrieb: "Bescheuert! Die koennten ihre Energie in sinnvollere Sachen stecken."

Ferdi schrieb: "Ich hoffe, dass anhand der Kameraüberwachung evtl. über Facebook ein paar dieser Chaoten zur Rechenschaft gezogen werden kann!"

Steuerzahler schrieb: "Klasse Sache, echt klasse.Wer zahlts ? Der Steuerzahler, hauptsächlich die, --die nicht dabei waren! Das ist der Wahnsinn, was da abgeht!!!" 

Alf schrieb: "Gestern waren noch alle hell begeistert von der Movivation der heutigen Jugend, heute heißt scheinbar nur noch Alkis: Ja, Randalieren: Nein."

ichundandere: "Nun ja, einige gehörige Mitschuld an dem Schaden an den Zügen trägt allerdings auch die Geschäftsführung der S-Bahn München. Am Tage zuvor stellte sich der Geschäftsführer nämlich noch den Anfragen der Presse und sah keinerlei Handlungsbedarf in Bezug auf die "Alkoholverbots-Party", lediglich ein paar mehr Security's würden eingesetzt und ein wachsames Auge offen gehalten... Mehr fiel dem Chef der S-Bahn nicht ein..."

 

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