Chaos am Oktoberfest? München will Wiesn-Besucher und Flüchtlinge trennen

Die gleichzeitige Ankunft von Wiesnbesuchern und Flüchtlingen könnte die Behörden am Hauptbahnhof vor eine neue Herausforderung stellen. Foto: dpa

Wiesn-Gäste in die Bayerstraße, Flüchtlinge in die Arnulfstraße! Um ein Chaos am Hauptbahnhof zu verhindern, will die Stadt Oktoberfest-Besucher und Flüchtlinge von Anfang an trennen.

 

München - Im Zeichen der Flüchtlingskrise bereiten sich Polizei und Stadt München auf das Oktoberfest vor.

Die gleichzeitig Ankunft von Wiesnbesuchern und Flüchtlingen könnte die Behörden am Hauptbahnhof vor eine neue Herausforderung stellen. Beide Gruppen sollen dort möglichst auf unterschiedliche Wege gebracht werden, sagte Kreisverwaltungsreferent Wilfried Blume-Beyerle am Dienstag.

"Das Interesse ist natürlich, dass man räumlich trennt: Bayerstraße Wiesn und Arnulfstraße Flüchtlinge", sagte Blume-Beyerle. Die Ämter gehen davon aus, dass die wiedereingeführten Grenzkontrollen, aber auch Sonderzüge an München vorbei dazu beitragen, dass sich die Lage der beiden vergangenen Wochenenden mit jeweils 20 000 ankommenden Flüchtlingen nicht wiederholt. "Wenn es doch so sein sollte, werden wir das managen", sage Polizeivizepräsident Werner Feiler.

Blume-Beyerle sagte, für das Oktoberfest selbst erwarte er keine Auswirkung. Dass gerade angekommene Flüchtlinge in Scharen auf das Volksfest ziehen könnten, halte er für "lebensfremd".

 

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