Champions-League-Finale Public Viewing in München: Anfahrt, Preise, Orte

Ein schöner Anblick: Die sexy Bayern-Fans beim Public Viewing im Neuraum 2012. Foto: www.nachtagenten.de

Public Viewing XXL: Auf geht’s zur Wiesn – und in die Arena! Dort können die Münchner das Finale der Champions League schauen. Wie Sie hinkommen, was es kostet – und wo Sie das Spiel sonst noch sehen 

MÜNCHEN - Das Frühlingsfest ist grad vorbei, doch bald wird sich die Theresienwiese wieder füllen. Am 25. Mai werden 30 000 Münchner den leeren Platz stürmen, die meisten rot-weiß gewandet oder geschminkt, mit Trikots und Schals, mit Fahnen und Vuvuzelas. Auf geht’s zur Wiesn! Weil Finale ist!

Am späten Dienstagnachmittag beschloss eine Runde mit OB Christian Ude, Wirtschaftsreferent Dieter Reiter, Kreisverwaltungsreferent Wilfried Blume-Beyerle, Polizei-Vize Robert Kopp, MVG-Chef Herbert König und Vertretern des FC Bayern und der Allianz Arena: Das Champions-League-Finale zwischen dem FC Bayern München und Borussia Dortmund wird als Public Viewing übertragen – zum einen auf der Theresienwiese, zum anderen in der Allianz Arena. So kriegt jeder, was er wollte: Der SPD-OB-Kandidat Dieter Reiter wollte das Spiel des Jahres unbedingt auf der Theresienwiese zeigen lassen. Der FC Bayern dagegen bestand auf eine Live-Übertragung im eigenen Stadion. So läuft das Fußball-Fest:

Auf der Theresienwiese beginnt das Public Viewing um 18.45 Uhr – mit einer 80 Quadratmeter großen Hauptleinwand vor der Bavaria und zwei weiteren 30-Quadratmeter-Leinwänden. Der Eintritt beträgt knapp 7 Euro. Der zuständige Bezirksausschuss 2 (Ludwigsvorstadt - Isarvorstadt) hat dem Public Viewing zugestimmt.

In der Allianz Arena wird das Finale auf den zwei je 100 Quadratmeter großen Anzeigetafeln gezeigt. Da die MVG in dieser Zeit Gleisbauarbeiten auf der U 6 durchführt, dürfen aber nur 45000 Fans ins Stadion kommen – sie werden auf die beiden unteren Ränge verteilt. Wer rein will, braucht eine kostenlose Eintrittskarte. Die gibt es laut Stadt im sogenannten „Kassen-Canyon“ auf der Esplanade vorm Stadion. Hier gilt: Nicht zu spät kommen – ohne Karte gibt es keinen Einlass.

Der übliche Weg zur Allianz Arena ist allerdings versperrt: Die Fans werden an den U-Bahn-Stationen Alte Heide und Studentenstadt von Shuttle-Bussen zum Stadion gebracht. Dabei müssen sie laut der Stadt mit Wartezeiten rechnen. Wer kann, soll mit dem Auto kommen und am besten Fahrgemeinschaften bilden. In der Arena-Parkgarage gibt es rund 11000 Stellplätze.

Public Viewing sei Dank – jetzt haben die Fans Platz. Das Spiel läuft zwar auch im ZDF, diese legendäre Begegnung wollen aber viele gemeinsam erleben. Ohne Arena und Wiesn wär’s ganz schön eng geworden:

Das Kino am Olympiasee zeigt die Partie, ist aber voll. Der Olympiapark verzichtet wegen der Übertragungen auf der Theresienwiese und in der Arena auf ein eigenes Public Viewing.

Das Olympiastadion ist sowieso belegt: US-Rocker Bruce Springsteen baut dort seine Bühne auf.

Der Kulturstrand auf der Corneliusbrücke ist auch ohne Fußball sehr eng.

Sport-Kneipen sind eh ratzfatz voll – gerade die BVB-Kneipe „Clemensburg“ oder das beliebte „Stadion an der Schleißheimer Straße“.

Der Löwenbräukeller am Stiglmaierplatz zeigt das Spiel des Jahres – nicht. Der Saal sei schon seit langem von Tiermedizinern belegt, sagt Sprecherin Kerstin Jungblut. Eine Übertragung im Biergarten sei zu aufwändig.

Wer in den Biergarten will, sollte früh kommen. Reservieren kann man nirgends. „Letztes Jahr zum Finale kamen die ersten schon um halb elf“, sagt Ralf Kegler vom Hofbräukeller. Er rät, „spätestens um 14, 15 Uhr“ zu erscheinen. 1900 Plätze gibt es im Biergarten und im Saal.

Am Nockherberg stellt Wirt Peter Pongratz rund 4000 Plätze innen und außen zur Verfügung, das Spiel läuft auf zwei Leinwänden. Der Augustinerkeller stellt sogar sieben auf – für 6000 Gäste. „Am besten, man kommt so früh wie möglich“, sagt Mitarbeiter Marius Zöllner, „letztes Jahr mussten wir um 14 Uhr die Tore schließen.“ Gleiches gilt für den Hirschgarten, wo 8000 Gäste das Spiel auf vier Bildschirmen sehen können.

Die Platz-Not nutzen findige Geschäftsleute: In der Wappenhalle des alten Flughafens in Riem organisiert eine Agentur mit Star-Koch Alfons Schuhbeck das „Finale Dahoam II“ – samt Stadionsprecher und Zigarrenlounge. Mindestpreis: 111 Euro, dafür gibt’s Getränke und „2x Sandwich-Coupons“. Ob das jetzt noch jemand zahlt?

 

0 Kommentare