Champions-League Erstes Endspiel in Hannover

Unbekümmert, unbeschwert und erstaunlich abgeklärt zeigte die jüngste Dortmunder Mannschaft in der Bundesliga-Geschichte dem vor dem Spiel noch so selbstbewussten FC Bayern die Grenzen auf. Foto: dpa

Vorstandsboss Rummenigge fordert Platz 2, doch Thomas Müller weiß: "Das wird schwer"

 

München Nun schon 16 Punkte Rückstand auf So-gut-wie-Meister Borussia Dortmund sind das eine - doch angesichts von Platz 4 geht es für den FC Bayern spätestens nach dem peinlichen 1:3 nicht mehr um die Titelverteidigung, sondern ums pure Überleben in der Riege der Top-Teams von Europa - um die Qualifikation für die Champions League.

Bayer Leverkusen (45 Punkte vor dem Sonntagsspiel)  und Hannover 96 (44) heißen nun die Gegner. Und Hannover ist der nächste, am Samstag um 15.30 Uhr in Niedersachsen. "Da müssen wir unbedingt punkten", sagt Kapitän Philipp Lahm. Es ist, ganz ohne Umschweife: das erste Endspiel für Europa. Damit nicht die Euro League, der einstige Uefa-Cup droht, der Cup der Verlierer also.

"Es war auch ein Imagespiel", gab Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge nach der Blamage gegen Dortmund zerknirscht zu. Das Image ist jetzt: am Boden. Auch weil die Bosse, die Rummenigges und Hoeneß´ und Nerlingers vor dem Spiel einen klaren Triumph vorausposaunt hatten, mit zwei Toren oder mehr. "Wir wollten die Mannschaft pushen", gibt Rummenigge zu. Es ging nach hinten los.

Und nun? "Wir sind alle enttäuscht", gibt Rummenigge zu, der nach Abpfiff in der Kabine war. Was er dort gesagt hat? "Gar nix gesagt."  Warum auch. "Ist doch klar, dass bei uns kein Schampus geflossen ist", berichtet Thomas Müller.

"Jetzt müssen wir uns in den nächsten Wochen extrem anstrengen, damit wir unser Ziel noch erreichen", fordert Rummenigge, "das heißt: Platz zwei!"

Thomas Müller weiß: "Das war jetzt schwer."

   

 

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