Champions League am Mittwoch Geld, Bilanz und ein Rekord: Die Ziele des FC Bayern in Zagreb!

Der FC Bayern hat klare Ziele für das Spiel gegen Zagreb. Foto: dpa/az

Der FC Bayern ist sicher Gruppenerster – ohne Bedeutung ist das letzte Gruppenspiel in der Champions League aber nicht. Die AZ erklärt worum es noch geht.

 

Zagreb - Selten haben die Bayern so wenig Zeit im Lande des Gegners verbracht bei einer Champions-League-Reise wie diesmal. Lediglich knapp 45 Stunden dauert der Trip zum letzten Gruppenspiel nach Zagreb. Um 16.37 Uhr landete die Bayern-Delegation auf dem Flughafen Zagreb-Pleso, danach ging’s ins noble Mannschaftshotel „Esplanade“ in der Innenstadt. Auf das sonst am Vorabend von Champions-League-Partien übliche Abschlusstraining verzichtete man – gute Entscheidung angesichts des nebligen Nieselregen-Wetters. Die Bayern bereiteten sich bei Sonnenschein am Dienstagvormittag lieber auf heimischem Rasen an der Säbener Straße vor als das „Maksimir“-Arena, das Nationalstadion Kroatiens, zu begutachten. 25 000 Fans (Fassungsvermögen 45 000) werden erwartet. Zum Freundschaftsspiel.

Das 100. Auswärtsmatch der Bayern in der Königsklasse ist eine Partie ohne sportlichen Wert. Bayern steht nach vier Siegen in fünf Spielen als Gruppensieger fest, Dinamo indes hat als Tabellenvierter keine Chance mehr, im Europapokal zu überwintern. So mutiert der mögliche Ernstfall des letzten Gruppenspiels zum reinen Test, zum Probekick so mancher Profis mit geringen Einsatzzeiten. Für Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge ist die Reise nach Kroatien dennoch ein „ganz wichtiger Moment“ nach dem „Wachrüttler“, dem 1:3 in Mönchengladbach. Der Klub-Boss ermahnte die Spieler, „noch mal ein Stück zusammenrücken“. Doch um was geht es für die Bayern eigentlich am Mittwoch (20.45 Uhr, Sky live) in Zagreb?

Die Abendzeitung liefert ihnen eine Übersicht der Bayern-Ziele:

Um Geld

Ein Erfolg in der kroatischen Hauptstadt würde Bayern noch ein üppiges Weihnachtsgeld von 1,5 Millionen Euro bringen. 500 000 Euro immerhin brächte ein völkerfreundliches Remis. Die 5,5 Millionen Euro für das Erreichen des Achtelfinals hat man sicher.

Um einen Rekord

Zum sechsten Mal in Folge zieht Bayern als Gruppenerster ins Achtelfinale ein. Dreimal packten sie in der Gruppenphase 15 Punkte, aktuell steht man bei zwölf Zählern und 17:3 Toren. Mit einem Erfolg wäre man sogar besser als 2013/14 mit 15 Punkten und 17:5 Toren. Sechs Siege gelangen den Bayern noch nie.

Um eine bessere Auswärtsbilanz

Von den letzten sechs Gastspielen in Europa gewannen die Münchner nur ihr Spiel bei Olympiakos Piräus (3:0), vier Duelle gingen verloren (ein Remis).

Um Spielpraxis

Verzichten muss Bayern wegen Verletzungen auf David Alaba, Juan Bernat, Douglas Costa, Mario Götze und Arjen Robben. 22 Akteure nahm Trainer Pep Guardiola mit nach Zagreb, selbst den Gelb-Rot-gesperrten Holger Badstuber. Erwartet wird eine bessere B-Elf. Neben Sven Ulreich, der den in München relaxenden Manuel Neuer vertritt, dürfen sich einige Reservisten – ach nein, pardon – „Mentalitätsmonster“ (O-Ton Matthias Sammer) über einen Einsatz freuen. Als da wären: Joshua Kimmich, Sebastian Rode und sogar Jan Kirchhoff, der nach seinen eineinhalb Jahren Ausleihe an den FC Schalke seit August keine Minute im Profi-Dress absolviert hatte. Jérome Boateng dürfte wohl nicht von Beginn an spielen, da der Abwehrchef bei einer weiteren Gelben Karte im Achtelfinal-Hinspiel im Februar gesperrt wäre. Lieber kein Risiko.

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Um ein Erlebnis

Neben dem zu Saisonbeginn zu den Amateuren abgestuften Julian Green (20), dürfen die U19-Spieler Fabian Benko (17), Niklas Dorsch (17) und Torhüter David Hundertmark (18) Champions-League-Luft schnuppern. Außenstürmer Green, 2014 noch WM-Torschütze für die USA und später an den Hamburger SV ausgeliehen, steht erstmals diese Saison im Profi-Kader.

Um Integration

Franck Ribéry, der Comeback-Joker samt Treffer in Gladbach, ist ebenso im Kader wie überraschend Thiago, der am Vormittag nach einer Kapselverletzung am rechten Knie ins Teamtraining zurückgekehrt war. Beide sind wieder beim Team. Fürs gute Gefühl.

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Um Selbstvertrauen

Robert Lewandowski kann in Zagreb seine Mini-Torkrise überwinden. Gegen Schalke, Hertha, Gladbach blieb der Pole ohne Treffer, er traf zuletzt am 24. November gegen Olympiakos Piräus. Zeit wird’s.

 

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