Champions League Die Bayern-Baustellen vor dem Spiel gegen Rostow

, aktualisiert am 23.11.2016 - 16:11 Uhr
Strahlen derzeit wenig bis keine Torgefahr aus: Die Bayern-Stürmer Thomas Müller (r.) und Robert Lewandowski. Foto: firo/Augenklick

Vor der wichtigen Partie gegen Rostow gibt es für den FC Bayern so einiges auszubessern. Tormangel, schwache Standards, fehlerhaftes Passspiel: Das sind die aktuellen Baustellen bei den Münchnern.

 

München - Ein gemütlicher Betriebsausflug? Von wegen! Das zeigt ein Blick auf die Bayern-Baustellen vor dem Champions-League-Spiel gegen FK Rostow (18 Uhr, Sky und im AZ-Liveticker):

Die Stürmer-Krise: Robert Lewandowski blieb in sieben von elf Ligaspielen ohne Treffer, Thomas Müller ist weiterhin komplett ohne Torerfolg in der Bundesliga. Immerhin: In der Champions League traf der Weltmeister bereits zweimal, Kollege Lewandowski sogar viermal. Dennoch: Das Offensivspiel hakt vernehmlich, die Bayern spielen sich viel zu wenige Torchancen heraus: In Dortmund waren es gerade mal zwei in 90 Minuten.

Schwächen bei Standardsituationen: Keeper Manuel Neuer erinnert nach dem 0:1 im Spitzenspiel bei Borussia Dortmund an zwei ehemalige Bayern-Spieler, die im Luftkampf ihre Stärken hatten. Man müsse bei Ecken und Freistößen den "klaren Willen" zeigen, sagte Neuer, "im Stile von Medhi Benatia oder Daniel van Buyten, die immer mit dem Glauben in Standardsituationen gegangen sind: 'So, jetzt erziele ich das Tor!' Das fehlt uns ein bisschen." Nur zwei Kopfballtreffer in der Liga: Das geht in der Tat besser.

Der Rückhalt fehlt: Manuel Neuer war nicht nur in Dortmund der herausragende Bayern-Spieler. Doch nun fällt ausgerechnet er aus: Eine Wadenverhärtung zwingt ihn zur Pause. Sven Ulreich ersetzt den Welttorhüter, er steht vor seinem vierten Pflichtspiel als Bayern-Torhüter, dem ersten in dieser Saison. Ein Risiko – zweifellos.

Mangelhaftes Pass- und Positionsspiel: Passen, passen, passen und dann in die richtigen Räume laufen: Das waren die wichtigsten Elemente des Bayern-Spiels unter Pep Guardiola. Sie sorgten für Dominanz - und für Verzweiflung beim Gegner, der meist hinterherhechelte. Seit Carlo Ancelotti Trainer ist, hat die Genauigkeit etwas nachgelassen: Nur noch 87 Prozent der Zuspiele kommen an.

Dem Coach fehlt das Händchen: Die Auswechslung Philipp Lahms im Top-Spiel verstand wirklich niemand. Zudem beharrt der Trainer weiterhin auf seinem 4-3-3-System. Ein weiterer offensiver Spieler im Mittelfeld würde guttun. Bayern fehlt der Punch und das Tempo nach vorne. Helfen könnte Arjen Robben. Aber der ist ja auch verletzt.

 

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