Bundestagswahl Ziel verfehlt: SPD schafft es nicht ins Kanzleramt

SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück (l) und SPD-Parteivorsitzender Sigmar Gabriel am 22.09.2013 in der Parteizentrale in Berlin auf die Ergebnisse der Bundestagswahl. Foto: dpa

Mit Peer Steinbrück als Kanzlerkandidat hatte die SPD auf einen Politikwechsel im Bund gesetzt. Diese Hoffnungen haben sich am Sonntag zerschlagen.

 

Berlin - Nach den historisch schlechten 23 Prozent 2009 hat die SPD auch jetzt ihre Zielmarke von 30 Prozent plus x nicht geschafft. Da auch die Grünen als ihr Wunschpartner schwächelten, zerschlugen sich die Pläne für ein rot-grünes Bündnis unter der Führung von Steinbrück. Für eine große Koalition stehe er nicht zur Verfügung, hatte der Ex-Finanzminister mehrfach betont.

Im 150. Gründungsjahr ihrer Partei ist die Lage für die Genossen im Bund schwierig. Die zu Beginn verkorkste Kandidatur Steinbrücks brachte eher Gegenwind. Zuletzt hatte er jedoch bei der Kanzlerfrage den großen Abstand zur CDU-Kanzlerin Angela Merkel etwas verringert.

In den Ländern ist die SPD dagegen gut aufgestellt: Seit 2009 verbuchte sie bei zwölf Landtagswahlen Zugewinne, dabei erzielte sie in Hamburg (2011) die Alleinherrschaft. Bis auf Hessen, Bayern und Sachsen ist sie an allen Landesregierungen beteiligt. Die neun SPD-Ministerpräsidenten können durch die rot-rot-grüne Mehrheit im Bundesrat ein gewichtiges Wort mitreden.

 

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