Bundesrat hat entschieden Grünes Licht für E-Tretroller

Bald alltäglich? Ein E-Tretroller fährt durch die Stadt. Foto: BMW/dpa-tmn

Die Entscheidung ist gefallen. Der Bundesrat hat für die Zulassung der umstrittenen E-Tretroller gestimmt. Die Länder wollen allerdings mehr Sicherheit.

 

Berlin - Sie sollen neue Mobilitätsangebote in Städten sein, wecken aber weiter auch Bedenken. Jetzt hat der Bundesrat grünes Licht gegeben. Die E-Scooter kommen.

Unter anderem sollen langsamere E-Tretroller wohl doch nicht auf Gehwegen fahren, um Fußgänger nicht zu gefährden. Scheuer hat bereits Einverständnis in diesem Punkt signalisiert und strebt einen baldigen Start der neuen Gefährte noch im Sommer an.

Damit die E-Scooter grünes Licht bekommen, muss der Bundesrat der Verordnung zustimmen. Die Ausschüsse der Länderkammer empfehlen dies aber nur mit mehreren Änderungen, über die nun jeweils im Plenum abgestimmt wird.

Verschwendung von Rohstoffen?

Der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) warnte vor Nachteilen für Fahrradfahrer bei einer Zulassung von E-Rollern: "Wir laufen Gefahr, dass auch auf Radwegen der motorisierte den nichtmotorisierten Verkehr verdrängt", sagte BUND-Verkehrsexperte Jens Hilgenberg der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Freitag). In europäischen Städten würden Leih-Roller nach drei Monaten ausgetauscht und verschrottet. "Hier besteht nicht nur die Gefahr, dass Innenstädte mit abgewrackten E-Scootern zumüllen. Es würden auch problematische Rohstoffe wie Lithium und Aluminium verschwendet", sagte Hilgenberg.

Der Leiter der Sektion Prävention der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGU), Christopher Spering, warnte in der Zeitung vor einem deutlich erhöhten Verletzungsrisiko. "Im Stadtverkehr sind E-Scooter hochgefährlich - auch weil sich andere Verkehrsteilnehmer nur extrem schwer darauf einstellen können." Trittbretter der Roller seien tief, so dass sich bei Stürzen der Fuß schnell darunter verfangen könne.

Zugelassen werden sollen E-Tretroller, die höchstens 20 Kilometer pro Stunde schnell fahren. Eine Helmpflicht soll es nicht geben, auch einen Moped-Führerschein brauchen Fahrer nicht. Anders als Fahrräder sollen die neuen E-Scooter außerdem versicherungspflichtig sein.

 

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