Bundespolizist erinnert sich an Fahndungsfoto 71-jähriger S-Bahn-Handydieb gefasst

Mit den gesicherten Aufnahmen erstellten Ermittler der Bundespolizei das Fahndungsfoto für die polizeiinterne Fahndung. (Symbolbild). Foto: Maximilian Gehrke

Die Münchner Bundespolizei hat am Freitag (16. Januar) einen mutmaßlichen 71-jährigen Handydieb gestellt. Ein Bundespolizist erkannte den Gesuchten nachdem gefahndet wurde. Doch bei einem Fall blieb es nicht.

 

München/Starnberg - Der 71-Jährige war dem Bundesbeamten am Freitagmorgen gegen 5 Uhr am S-Bahnsteig des Hauptbahnhofs München aufgefallen. Er erinnerte sich an ein Fahndungsfoto, welches er vor einiger Zeit angeschaut hatte. Der Vergleich mit dem Foto brachte schnell Klarheit - es stimmte einfach alles überein: Der 71-jährige Münchner hatte die gleiche Kleidung wie zur Tatzeit im Oktober 2014 an und auch sein mitgeführter Trolley mit einem Gummiband war auf dem Foto erkennbar.

Eine Bundespolizeistreife nahm den 71-Jährigen zur Dienststelle. Ihm wird vorgeworfen im Oktober vergangenen Jahres einer 21-Jährigen ihr Smartphone entwendet zu haben, während diese in einer S-Bahn Richtung Tutzing schlief. Die S-Bahn-Überwachungskamera nahm alles auf. Mit den gesicherten Aufnahmen erstellten Ermittler der Bundespolizei das Fahndungsfoto für die polizeiinterne Fahndung.

Bei der Durchsuchung stellten die Beamten ein anderes Smartphone und verschiedene SIM-Karten fest. Der 71-Jährige konnte die genaue Herkunft der Gegenstände nicht belegen. Daraufhin durchsuchten Bundespolizisten am Freitagmorgen die Wohnung des Mannes.

Dabei fanden die Beamten drei weitere Mobiltelefone. Eines konnten die Ermittler einer Diebstahlsanzeige vom November 2013 zuordnen. Bei den anderen Handys ist die Herkunft noch unklar.

Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurde der Münchner auf freien Fuß entlassen. Gegen den 71-Jährigen wird weiter wegen Diebstahls ermittelt.

 

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