Bundesliga: Vor Bayern - Hannover Van Buyten: "Ich brauche nicht viel Creme"

Daniel van Buyten: Er hat noch keine grauen Haare. Foto: GES/Augenklick

Daniel van Buyten möchte mit Belgien noch einmal zur WM. Der älteste Bayern-Profi über graue Haare, die Rückeroberung der Tabellenspitze - und die Lederhosn-Trikots.

 

München - Nach der Länderspielpause geht es für den FC Bayern mit Vollgas in den heißen Herbst: Meisterschaft, Champions League, Pokal. Vor dem Heimspiel am Samstag gegen Hannover 96 sprach Daniel van Buyten über...

...die Rückeroberung der Tabellenspitze:
„Ich bin nicht Gott, ich weiß es nicht, wann es soweit sein wird. Aber wir haben keine Wahl: Dortmund hat zwei Punkte Vorsprung, wir dürfen das Loch nicht zu groß werden lassen. Wir wollen unser Heimspiel gewinnen, müssen Vollgas geben. Es kommen viele Spiele auf uns zu, wir müssen jetzt einen guten Start hinlegen.“

...die Lederhosn-Trikots:
„Ich weiß noch nicht, ob es bequem ist. Es ist Kopfsache. Wir freuen uns es zu zeigen, es ist ja auch bald Oktoberfest. Die Fans werden es schon merken, dass wir nicht die Roten sind.“

...die Verletzungsmisere der Kollegen:
„Natürlich ist es besser, wenn alle fit sind. Aber so haben Spieler, die sonst vielleicht nicht so oft zum Einsatz kommen, die Möglichkeit zu spielen. Und wir haben genug Qualität – sonst würden diese Spieler nicht beim FC Bayern spielen.“

...die Fehler der vergangenen Spiele:
„Bei 1:0 hat man nie die Sicherheit, dass man nicht noch einen reinbekommt. Wir haben viele Chancen, aber momentan brauchen wir vielleicht noch schnellere Tore, schnell das 2:0.“

...seine Rolle:
„Ich bin zufrieden, jeder Spieler ist zum Einsatz gekommen, ich kann mich nicht beklagen.“

...ein mögliches Karriereende mit der WM als Abschluss:
„Ich fühle mich fit, jung, mit 35 ist man noch nicht alt, finde ich. Das ist alles noch weit weg. Momentan habe ich viel Lust mit den jungen Spielern zu spielen, das bringt mich selbst auch um Jahre zurück. Schau mer mal.“

...sein Befinden als ältester Bayern-Profi:
„Manchmal fühlt man sich nach einem Spiel, nach dem Aufstehen, so, als hätte man einen Stock im Rücken. Aber ich bin keiner, der viel Creme braucht. Es ist Kopfsache – wenn man sich im Kopf alt fühlt, hat man auch mehr Schmerzen. Niemand wird jünger. Es kommt drauf an, wie man damit umgeht. Wer sich nur damit beschäftigt, lebt nicht mehr. Man muss die Zeit genießen. Ich fühle mich vielleicht so um die Dreißig, meine Kinder halten mich auch jung. Und noch habe ich keine grauen Haare...“

...die WM-Chancen der Belgier:
„Früher hatten wir 80 Prozent der Spieler aus der eigenen Liga und 20 in den Top-Ligen. Jetzt ist es andersherum, es geht alles viel schneller. Viele spielen in der Champions League. Wir haben viel Talent, das war schon lange nicht mehr so. Aber noch sind wir nicht für die WM qualifiziert. Ich habe 2002 mit einer WM angefangen und würde sie gerne kurz vor Ende nochmal erleben. Das wäre eine schöne Sache.“

 

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