Bürokomplex als Notunterkunft 800 Flüchtlinge nach Aschheim

Tausende Vertriebene haben in den letzen Tagen München erreicht. Der Platz für die Unterbringung der Flüchtlinge wird knapp. Jetzt hat die Regierung von Oberbayern kurzfristig ein Bürogebäude in Aschheim zur Notunterkunft umfunktioniert.

 

Aschheim/Dornach - Die Bilder waren gewaltig: Riesige Menschenmassen in Zügen, am Bahnsteig und am Bahnhofsvorplatz prägten das München-Bild in den letzten Tagen. Insgesamt kamen in der vergangenen Woche rund 25 000 Flüchtlinge mit Zügen aus Österreich und Ungarn in München an. Für die hiesigen Behörden ein organisatorischer Kraftakt der Superlative.

Da auch am Montag wieder mehrere Tausend Flüchtlinge am Hauptbahnhof erwartet werden, hat die Regierung von Oberbayern kurzfristig eine Notunterkunft in Aschheim/Dornach organisiert. Am Einsteinring 12 wurde ein leerstehendes Bürogebäude, das ohnehin als Erstaufnahmeeinrichtung angedacht war, zur Notunterkunft umfunktioniert. Kurzfristig wurden dort 800 Betten aufgestellt.

Wie die Regierung von Oberbayern mitteilte, haben Vertreter der Regierung und des Landratsamtes München das Gebäude in einer Blitzaktion auf seine Eignung untersucht und festgestellt, dass es möglich ist, dort kurzfristig mindestens 800 Menschen unterzubringen. Ehrenamtliche stemmen den Aufbau. Spätestens am Dienstag soll das Gebäude so weit vorbereitet sein, dass Flüchtlinge dort schlafen können.

Die Gemeinde Aschheim wurde am Spätnachmittag telefonisch über das Vorhaben informiert.

 

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