Bürgerentscheid Olympia 2022 Olympi-adé! - Liveticker zum Nachlesen

Olympia 2022 in München ist gescheitert. Foto: Petra Schramek

München wird 2022 keine Olympischen Spiele ausrichten. Die wahlberechtigten Bürger in Oberbayern lehnen eine Bewerbung mit klarer Mehrheit ab. Ergebnisse, Reaktionen und Bilder im Liveticker zum Nachlesen.  

München - Am Sonntag stimmten die Einwohner von München, Garmisch-Partenkirchen und der Landkreise Berchtesgadener Land sowie Traunstein darüber ab, ob eine Bewerbung für die Winterspiele 2022 beim Internationalen Olympischen Komitee eingereicht werden soll. Dass Ergebnis war ein gleich vierfaches Nien. Die Abendzeitung tickerte den Tag über live, berichtete von 10 bis 21 Uhr über Stimmungen und Stimmen, Jubel und Frust. Hier gibt's den Liveticker zum Nachlesen.

21:05 Uhr: Damit beenden wir unseren Liveticker von den Bürgerentscheiden zu Olympia 2022, sagen Danke fürs Reinklicken und nehmen's sportlich: Dabei sein war alles!

21:00 Uhr: Nein, nein, nein, nein! - Hier im Überblick die vorläufigen amtlichen Endergebnisse aus den vier Abstimmungsgebieten:

München: Ja: 47,90 Prozent – Nein: 52,10 Prozent; Wahlbeteiligung: 28,9 Prozent
Landkreis Traunstein: Ja: 40,33 Prozent – Nein: 59,67 Prozent; Wahlbeteiligung: 39,98 Prozent
Berchtesgadener Land: Ja: 45,98 Prozent – Nein: 54,02 Prozent; Wahlbeteiligung: 38,25 Prozent
Garmisch-Partenkirchen: Ja: 48,44 Prozent – Nein: 51,56 Prozent Wahlbeteiligung: 55,80 Prozent

20:48 Uhr: "Idioten da unten in München". Die ungefilterten Emotionen gibt’s wie immer auf Twitter. Wir haben eine Auswahl der witzigsten, bösesten und intelligentesten Reaktionen zusammengestellt.

20:24 Uhr: Olympiasiegerin Maria Höfl-Riesch meldet sich. Die Enttäuschung ist der Garmischerin anzumerken. Sie sagt: "Es ist traurig, aber wahr. Wir müssen jetzt in der Niederlage Größe beweisen. Der eine oder andere wird es später vielleicht noch bereuen.“

20:09 Uhr: Münchens Oberbürgermeister Christian Ude (SPD) reagiert enttäuscht: „Ich bin der Ansicht, dass es nicht am Konzept gelegen hat. Es ist eher eine zunehmend kritische Einstellung von Bevölkerungsteilen gegen Sport-Großereignisse.“ Weitere Reaktionen.

20:02 Uhr: Und hier ist jetzt auch das vorläufige amtliche Endergebnis aus München: Mit Ja stimmten 47,9% Prozent, mit Nein: 52,1%.

19:55 Uhr: Auch der Landkreis Berchtesgadener Land hat alle Stimmen ausgezählt. Und auch hier sieht das vorläufige amtliche Endergebnis einen klaren Sieg der Olympia-Gegner: Die Ablehnung liegt bei 54,02 Prozent. Fehlt nur noch das Endergebnis aus München.

19:51 Uhr: Jubel bei den Olympia-Gegnern, Frust bei den Befürwortern: Die Reaktionen im Überblick.

19:43 Uhr: Es liegt das vorläufiges amtliche Endergebnis aus dem Landkreis Traunstein vor: Ja: 40,3 Prozent, Nein: 59,7Prozent.

19:31 Uhr: Noch eine Reaktion eines Olympia-Befürworters. Markus Rinderspacher, SPD-Fraktionschef im Bayerischen Landtag, sagt: „Ich finde es sehr bedauerlich, dass die Bürgerentscheide keine Mehrheit für eine Bewerbung um die Olympischen Winterspiele 2022 gebracht haben. Wir werden dieses Ergebnis akzeptieren. Ich hätte mich auf die sportlichen Spitzenwettbewerbe in unserer Heimat gefreut, die Welt geht deswegen aber nicht unter.“

19:18 Uhr: Die Olympia-Befürworter räumen ihre Niederlage ein. Münchens SPD-Chef Hans-Ulrich Pfaffmann im Bayerischen Rundfunk: "Es ist schade für München und Oberbayern, aber das ist der Bürgerwunsch und daran hat man sich zu halten." Olympische Winterspiele würden nun für Jahrzehnte nicht nach München kommen, fügte Pfaffmann hinzu.

19:15 Uhr: Es gibt eine erste Reaktion. Sie kommt von Katharina Schulze, der Vorsitzenden der Münchner Grünen: "Unsere Argumente haben gezogen, die Leute haben sich gefragt: Wieder eine 17-tägige Sause, wofür brauchen wir das?"

19:13 Uhr: Der Traum der Olympia-Befürworter ist ausgeträumt, die Gegner haben klar gewonnen. Das vorläufige amtliche Endergebnis aus Garmisch: Ja: 48,4 Prozent, Nein: 51,6 Prozent.

19:02 Uhr: Garmisch-Partenkirchen stimmt gegen Olympia 2022! - Damit steht fest: Die Bewerbung ist gescheitert, da es in allen vier Gemeinden ein positives Votum hätte geben müssen.

18:55 Uhr: Ganz Bayern ist offenbar gegen die Spiele. Ganz Bayern? Nein, die kleine Gemeinde Schönau im Berchtesgadener Land hat bislang als einzige mit Ja gestimmt.

18:50 Uhr: Auch Bischofswiesen und Ainring im Berchtesgadener Land stimmen mit "Nein".

18:48 Uhr: Im Landkreis Traunstein sind mittlerweile 6 von 35 Gemeinden ausgezählt. Das Zwischenergebnis: knapp 61 Prozent sind gegen Olympia 2022 in der Region.

18:46 Uhr: Jetzt berichtet die Nachrichtenagentur dpa von einer sich abzeichnenden Ablehnung der Spiele: "Nach Auszählung der ersten Stimmen bei den vier Bürgerentscheiden über eine Münchner Bewerbung für die Winterspiele 2022 zeichnet sich eine Ablehnung ab. In Garmisch-Partenkirchen, in München sowie im Landkreis Traunstein signalisierten am Sonntagabend die ersten Ergebnisse eine Niederlage für die Olympia-Befürworter."

18:43 Uhr: In Garmisch sind neun von 16 Wahllokalen ausgezählt. Und der Trend verfestigt sich: 54,7 Prozent haben gegen Olympia gestimmt.

18:40 Uhr: Die ersten Zahlen aus München! 14 von 174 Wahllokalen haben ihre Ergebnisse geschickt. 46 Prozent sind für die Spiele, 54 Prozent dagegen.

18:37 Uhr: Es gibt einen Zwischenstand aus Garmisch-Partenkirchen. Und auch das sieht nicht gut aus für Olympia: In sieben ausgezählten von 16 Stimmbezirken liegen die Gegner mit rund 53 Prozent vorne.

18:29 Uhr: Die erste Gemeinde ist ausgezählt. Palling im Landkreis Traunstein. 57 Prozent der Stimmberechtigten haben sich gegen eine Bewerbung für Olympia 2022 ausgesprochen. Das heißt noch gar nichts.

18:27 Uhr: Nochmal zur Erinnerung: Mit ersten Ergebnissen wird in wenigen Minuten, gegen 18.30 Uhr, gerechnet. Ein vorläufiges Endergebnis soll es um etwa 21.30 Uhr geben.

18:19 Uhr: Das kann jetzt natürlich etwas dauern. Die Ergebnisse bei den vier Bürgerentscheiden werden jeweils einzeln ausgewertet. Nach der freiwilligen Vorgabe von Politik und Sport wäre das Olympia-Projekt bereits bei nur einem negativen Abstimmungsergebnis geplatzt. Insgesamt waren rund 1,3 Millionen Bürger stimmberechtigt.

18:16 Uhr: Gespanntes Warten im Münchner KVR. OB Christian Ude ist da, DOSB-Generalsekretär Michael Vesper, Ski-Präsident Alfons Hörmann und die Spitzen der Parteien.

18:05 Uhr: Nach der Schließung der Wahllokale läuft jetzt die Auszählung. Im Münchner Kreisverwqaltungsreferat sind auch die AZ-Redakteure Julia Lenders und Willi Bock. Sie berichten von einem gewaltigen Medienaufgebot.

18:00: Die Abstimmungslokale haben geschlossen! Jetzt heißt es warten, auf die Ergebnisse. Fest steht: es wird richtig spannend werden.

17:38 Uhr: Noch haben die Wahllokale geöffnet. Doch schon jetzt droht der erste juristische Streit um den Olympia-Bürgerentscheid: Eberhard Ryba, ÖDP-Mitglied im Moosacher Bezirksausschuss, empört sich über die Beilagen zur Abstimmungsbenachrichtigung der Landeshauptstadt München.Das beigefügte Informationsblatt enthält nur pro-Olympia-Argumente, ebenso die Begründung des Stadtrats. Ein Informationsblatt der Gegenposition, wie beispielsweise beim Bürgerentscheid über die Dritte Startbahn, wird schmerzlich vermisst, meldete die ÖDP am Sonntagnachmittag. Der Vorwurf: "Verdacht einer versteckten Wahlmanipulation!"

17:18 Uhr: Die Spannung steigt. Das schlechte Wetter scheint angesichts der hohen Wahlbeteiligung keinen Einfluss auf den Bürgerentscheid zu nehmen. Sowohl Gegner als auch Befürworter der Olympiabewerbung sprachen bis zuletzt von einem völlig offenen Ausgang des Votums. Ein eindeutiger Trend sei nach wie vor nicht zu erkennen.

17:05 Uhr: Die Abendzeitung lässt ihre Leser seit knapp einer Woche online über eine Olympiabewerbung abstimmen. Hier nochmal das Zwischenergebnis:
Für Olympia: 39 Prozent
Gegen Olympia: 55 Prozent
Keine Teilnahme: 6 Prozent

Hier geht's zur Umfrage

17:00 Uhr: In genau einer Stunde schließen doe Abstimmungslokale. Danach dürfte es recht schnell gehen. Für 18:30 Uhr ist die erste Hochrechnung angekündigt. Und vielleicht schon um 21:30 Uhr werden wir wissen, ob München am 14. November die Bewerbung beim IOC einreichen kann.

16:18 Uhr: So, jetzt haben wir eine neue Zahl zur Wahlbeteiligung. In München waren es um 16 Uhr 26,1 Prozent. Das ist nur geringfügig weniger als bei der Abstimmung zur 3. Starbahn im Juni 2012 (28,9 Prozent), in etwa so viel wie beim Tunnel-Entscheid 1996 (26,4 Prozent), aber deutlich mehr als zum Beispiel beim Hochhäuser-Bürgerentscheid 2004 (17 Prozent).

16:03 Uhr: In Kürze gibt es die nächsten Zahlen zur Wahlbeteiligung. In der Zwischenzeit noch einmal der Hinweis, dass die Olympia-Befürworter ein vierfaches Ja brauchen: Sollten sich die Wahlberechtigten in nur einer Kommune gegen die Winterspiele aussprechen, wäre eine Bewerbung definitiv vom Tisch.

15:55 Uhr: Garmisch-Partenkirchen -  der Tag des Bürgerentscheids zu Olympia in Bildern


Foto: dpa

15:52 Uhr: Es ist der erste Bürgerentscheid auf Landkreisebene im Berchtesgadener Land, und die Leute finden’s riesig. 24 Prozent Wahlbeteiligung bis 13 Uhr Landkreis-weit, in Berchtesgaden und in Schönau am Königssee, wo die Kunsteisbahn liegt, waren’s 33 Prozent.

15:41 Uhr: Hohe Wahlbeteiligung - das bedeutet zumindest, dass der Entscheid an den sogenannten Quoren wohl kaum scheitern dürfte. Zur Erinnerung: In München müssen die Sieger mindestens zehn Prozent der Stimmen (107. 524) auf sich vereinigen, ebenso im Berchtesgadener Land (8.440) und im Landkreis Traunstein (13.966). In Garmisch-Partenkirchen liegt das Quorum bei 20 Prozent, dies entspricht 4234 Stimmen.

15:36 Uhr: Wie sieht's mit der Wahlbeteiligung in Garmisch-Partenkirchen aus? Laut Rathaussprecher Florian Nöbauer zeichnet sich auch in der Marktgemeinde eine hohe Beteiligung ab.

15:29 Uhr: Die olympische Idee kommt ja bekanntlich aus Griechenland. Und da passt es wunderbar, dass Apostolos Malamoussis, der Bischöfliche Vikar in Bayern der Griechisch-Orthodoxen Metropolie von Deutschland, als ehrenamtliches Abstimmungsvorstandsmitglied im Stimmbezirk 202 Theresiengymnasium mitwirkt. Malamoussis unterstützt als "Münchner Grieche" die Bewerbung.


Foto: Christos Marazidis

15:15 Uhr: Die nächsten Olympischen Winterspiele finden im russischen Sotschi statt.Am Wochenende haben zwei Kosmonauten mit der Olympischen Fackel einen Weltraum-Spaziergang unternommen - und damit für ein Novum in der Olympia-Geschichte gesorgt. Drei Monate vor Beginn der Spiele am 7. Februar nahmen Oleg Kotow (48) und Sergej Ryasanski (38) die nicht entflammte Fackel in mehr als 400 Kilometern Höhe mit ins All außerhalb der Internationalen Raumstation ISS.

15:00 Uhr: Noch genau drei Stunden, dann schließen die Stimmlokale. Mit den ersten Hochrechnungen ist gegen 18.30 Uhr zu rechnen. Das vorläufige Endergebnis wird um 21.30 Uhr erwartet. Bis Montagabend soll das offizielle Endergebnis vorliegen.

14:58 Uhr: Nette Posse im Stimmlokal "Nymphenburger Schulen." Ein Ehepaar unterhält sich nach der Stimmabgabe. Er: "Du dagegen und I dafür - des hebt sich doch auf, hat ma gar nit wähln miasn." Sie: "Doch, scho. Weil es geht ja auch um die Wahlbeteiligung." Auch wieder wahr.

14.50 Uhr: AZ-Chefreporter Matthias Maus liefert Zahlen zur Wahlbeteiligung aus den Gemeinden: Fast wie bei Landtags- und Bundestagswahlen! Im Kreis Traunstein mobilisiert der Bürgerentscheid die Wähler. Bis 13 Uhr gingen in Inzell 49,6 Prozent, in Ruhpolding 34,75 Prozent der Wahlberechtigten zur Abstimmung.

14.33 Uhr: Fast 2000 Leser haben bei unserer Online-Umfrage zu Olympia 2022 mitgemacht. 54 Prozent der User lehnen die Winterspiele ab. Hier geht's zum Umfrage-Tool.

14.25 Uhr: Nochmal zum Vergleich die Wahlbeteiligung bei den Bürgerentscheiden der vergangenen Jahre gegen 14 Uhr: Hochhäuser 2004 - 13,9 Prozent, Bibliotheken 2003 - 10,5 Prozent, Stadion 2001 - 21,8 Prozent, Tunnel 1996 - 20,2 Prozent.

14.17 Uhr: Um 14 Uhr haben bereits 22,5 Prozent aller Münchner Wahlberechtigten ihr Kreuzerl gemacht. Zum Vergleich: Bei der Abstimmung zur dritten Startbahn waren es zu diesem Zeitpunkt 25,2 Prozent. Die Wahlbeteiligung beim Entscheid Olympia 2022 darf aber trotzdem als "hoch" bezeichnet werden.

14.14 Uhr: Die neuen Zahlen zur Wahlbeteiligung in München sind da!

14.09 Uhr: "Ich glaube, dass schon die Briefwahl-Anforderungen zeigen, es gibt ein großes Interesse bei der Bevölkerung. Obwohl das Ereignis erst in neun Jahren stattfinden wird, ist das Interesse riesig", sagte Christian Ude dem BR. Pro und Kontra hätten kräftig mobilisiert.

14.02 Uhr: Dieter Hildebrandt, Kabarettist, über Olympia 2022: „Ich bin kein Verehrer Olympischer Spiele in München. Ich glaube, dass das, was damit verdient wird, am Schluss beim IOC liegt – und nicht bei der Stadt. München kann davon nicht profitieren wie noch 1972. Die Sportverbände erlassen außerdem faktisch einen Ausnahmezustand über die Stadt.“

13.55 Uhr: In knapp fünf Minuten werden die neuen Zahlen zur Wahlbeteiligung erwartet. Wir bleiben dran.

13.47 Uhr: Was hätte München von den Olympischen Spielen wenn alles vorbei ist? Ausgebaute Stammstrecke, neue Wohnungen, Bauten im Olympiapark: Was der Stadt nach den Olympischen Spielen bleibt, hat AZ-Redakteuer Willi Bock in einem übersichtlichem Stück zusammengestellt: Olympia - 1300 Wohnungen und eine neue Halle

13.36 Uhr: Es gibt bei diesem Bürgerentscheid übrigens ein gewaltiges Ungleichgewicht! Bekanntlich ist die Entscheidung nur möglich, wenn alle vier Bürgerentscheide durchgehen. Zusammen knapp 250 000 Wahlberechtigten in den betroffenen Alpenregionen steht ein Millionen-Wahlvolk in der bayerischen Landeshauptstadt gegenüber. In Garmisch-Partenkirchen sind es gerade einmal knapp 21 000 Bürger, die sich für oder gegen eine erneute Olympiabewerbung aussprechen können. Alle Hintergründe dazu, gibt's hier

13.27 Uhr: In der Regel reicht also die Wahlbenachrichtigung. Das bedeutet im Umkehrschluss natürlich auch: Wer von einem wahlmüden Freund die Wahlbenachrichtigung ausgehändigt bekommt und sich nicht erwischen lässt, kann zwei Mal abstimmen. Diese Doppelwahl gilt jedoch als Wahlfälschung und ist verboten.

Sehen Sie hier die Olympia-Debatte mit Neureuther und Schleich in der AZ

13.26 Uhr:  AZ-Redakteurin Julia Lenders wundert sich immer wieder, dass sie im Wahllokal keinen Personalausweis vorzeigen muss. Eine kurze Recherche dazu ergab: Das ergibt sich aus §56 Bundeswahlordnung: „Auf Verlangen hat er (der Wähler) seine Wahlbenachrichtigung abzugeben und, insbesondere wenn er seine Wahlbenachrichtigung nicht vorlegt, sich über seine Person auszuweisen.“

13.16 Uhr: Ein erster Trend über die Ergebnisse des Bürgerentehscheids wird für 18.30 Uhr bis 19 Uhr erwartet. Es bleibt also noch ein paar Stunden spannend!

13.13 Uhr: Auch die Wahlbeteiligung in den Traunsteiner Gemeinden Ruhpolding, Inzell, Reit im Winkl und Siegsdorf ist hoch, wie der BR informiert. Speziell in Siegsdorf dürfte das Quorum erreicht werden.

13.10 Uhr: Wer noch nicht im Wahllokal war: Die Fragestellung auf dem Wahlzettel im Wortlaut: "Sind Sie dafür, dass sich die Landeshauptstadt München zusammen mit der Marktgemeinde Garmisch-Partenkirchen und den Landkreisen Berchtesgadener Land und Traunstein um die Olympischen und Paralympischen Winterspiele 2022 bewirbt?"

13.01 Uhr: Was Promis und Münchner sonst noch zu Olympia und dem Bürgerentscheid sagen, haben wir in einer großen Bilderstrecke zusammengefasst

12.55 Uhr: Wenn es nach Sepp Blatter geht, soll die WM 2022 in Katar übrigens nicht mit den Winterspielen kollidieren. Der Pärsident des Fußball-Weltverbandes ist auf Schmusekurs mit dem IOC und schreibt: "Die WM wird ohne Co-Gastgeber in Katar ausgetragen, allerdings nicht im Januar oder Februar, um eine Kollision mit den Olympischen Winterspielen zu vermeiden"..

12.52 Uhr: Luise Kinseher, Kabarettistin, sagt über Olympia 2022: „Wir lassen uns nicht alles vom Kommerz diktieren, wir bekommen die ökologischen Themen in den Griff und könnten da sogar beispielhaft sein! Wenn wir uns nur wieder begeistern lassen würden von der olympischen Idee! Sie ist es wert. Ich gebe ihr eine Chance.“

12.36 Uhr: Die nächsten Zahlen zur Beteiligung gibt es dann gegen 14 Uhr.

12.34 Uhr: Ein Grund für die relativ hohe Wahlbeteiligung dürfte der hohe Anteil an Briefwählern sein. Bei diesem Bürgerentscheid war die Breifwahl elektronisch und relativ komfortabel möglich.

12.32 Uhr: Zum Vergleich: Bei der Abstimmung über die dritte Startbahn 2012 lag die Wahlbeteiligung gegen 12 Uhr mit 18,6 Prozent in München leicht drüber. Beim Bürgererentscheid über die Hochhäuser 2004 hatten um diese Zeit nur 9,2 Prozent mitgemacht. Beim Stadion 2001 waren es 15,3 Prozent. Bei der Abstimmung über den Tunnel 1996 waren es 14,4 Prozent.

12.27 Uhr: Neue Zahlen zur Beteiligung der Münchner am Bürgerentscheid! Um 12 Uhr haben schon 17,3 Prozent aller Wahlberechtigten ihren Stimmzettel abgegeben. Bei diesem Wert kann man von einer hohen Wahlbeteiligung sprechen.

12.25 Uhr: Franz Beckenbauer in der AZ über Olympia: "Den Imagegewinn solcher Veranstaltungen kannst du nicht in Zahlen ausdrücken. Da wird immer hantiert: Olympia ist zu teuer. Aber man kann das mit Geld gar nicht bemessen: Wenn Milliarden vor dem Fernseher erkennen, was für ein guter Gastgeber München und Bayern sind.“

12.22 Uhr: Christian Ude weiter: Wenn München sich heute gegen die Winterspiele 2022 ausspreche, sei das „der Abschied von der Idee, dass Olympische Winterspiele in Bayern stattfinden“. Ein dritte Bewerbung (nach 2011 und 2013) werde es "nicht geben". Die Verträge des IOC halte er auch für problematisch. „Aber eine Verbesserung der Verträge erreichen Sie nicht, wenn sie nicht mitspielen.“

12.20 Uhr: Ude hat um 11 Uhr im Gisela-Gymnasium in Schwabing abgestimmt. Hier gibt's die Bilder. AZ-Redakteur Willi Bock spricht mit Ude im KVR: Er hoffte auf einen "positiven Ausgang", meinte aber auch: „In München wird es schwierig“. Weil die Gegner und Befürworter so intensiv für das Thema geworben haben, sei auch die Briefwahlbeteiligung so hoch ausgefallen (120.000 Anträge bis Freitag). In der Bevölkerung gebe es eine große Zustimmung für die Spiele: „Es ist aber ungewiss, ob sich das auch im Wahlergebnis niederschlägt.“ Es käme darauf an, dass viele zur Abstimmung gehen: „Kritiker sind oft höher motiviert als Befürworter.“

11.56 Uhr: Münchens OB Christian war auch schon bei der Abstimmung. Er kam mit seiner Frau Edith Welser-Ude. Wir bereiten gerade eine kleine Bilderstrecke vor...

11.52 Uhr: Unmut auf Twitter! User metronaut ärgert sich über angebliche Pro-Olympia-Wahlwerbung, die bei der Wahlbenachrichtigung zum Bürgerenscheid in München beigelegt worden war. "Möglicher Grund für Wahlanfechtung", schreibt er.

11.47 Uhr: Moderatorin Nina Eichinger postet am Sonntagvormittag auf Facebook eine überdeutliche Anti-Olympia-Meinung: „Ich hab nach einem Jahr Suchen endlich eine Wohnung gefunden, mich den ganzen Sommer über tausend und eine Baustelle in München geärgert und geh am WE kaum aufn Berg, weil's so voll ist und da kommen die mir mit Olympia und dem Argument, wir brauchen Wachstum und einen größeren Bekanntheitsgrad!“

11.44 Uhr: Wenn wir schon bei TV-Sportmoderatorinnen sind. AZ-Kolumnistin und ITV-Moderatorin Isabella Müller-Reinhardt ermutigt die Münchner zum Wählen auf Facebook: "Liebe Münchner Freunde! Ihr habt heute 2 wichtige Termine! Erst Bürgerentscheid (Kreuzerl bei Ja) und dann das Benefizspiel für Olaf Bodden. Ich zähle auf Euch".

11.41 Uhr: TV-Sportmoderatorin Julia Scharf war gerade bei der Abstimmung und hat mit "Ja" gestimmt. "Kreuz ist im Kasten", schreibt sie auf Twitter.

11.39 Uhr: Wie teuer wird Olympia 2022 eigentlich? Die Kosten für die Durchführung der Olympischen und Paralympischen Winterspiele 2022 werden auf rund 1,5 Milliarden Euro geschätzt. Befürworter sagen, die Einnahmen aus Vermarktung, TV und Sponsorengelder reichen, um diesen Betrag zu decken. Gegner sagen, das Geld sollte lieber direkt für Projekte für die Bürger verwendet werden.

11.32 Uhr: Münchens OB Christian Ude meldet sich am Tag der Entscheidung auf Facebook. Er schreibt: "Hallo Münchner! Liebe Freunde aus den Partnergemeinden! Heute fällt die Entscheidung! Jede Stimme zählt! In München, Garmisch-Partenkirchen und in den Landkreisen Traunstein und Berchtesgadener Land wird heute darüber abgestimmt, ob wir uns für Olympia 2022 bewerben. Es könnten die ökologischsten und nachhaltigsten Spiele werden, die es je gegeben hat - und 50 Jahre nach Olympia 72 würde das Münchner Olympiastadion wieder eine Eröffnungsfeier und Olympische Wettbewerbe erleben".

11.23 Uhr: Auch der FC Bayern unterstützt Olympia 2022. "Geht zur Abstimmung", verbreitet der Rekordmeister über Twitter.

11.13 Uhr: Wie steht eigentlich der Deutsche Alpenverein zu Olympia 2022? Auf seiner Hauptversammlung hat sich der Verein klar geäußert: Nein zu Olympia 2022. Hauptargument: Die Umweltbelastung. Wir finden: Doppelmoral! Denn gleichzeitig bietet der Verein Besteigungen des Mount Everest für 38.490 Euro an. Lesen Sie hierzu die Meinung von AZ-Redakteur Robert Braunmüller.

11.01 Uhr: Kleine Posse über das Stimmzettel-Falten: „Und knicken Sie den Stimmzettel bitte einmal“, sagt der Wahlhelfer in einem Münchner Wahlraum. „Ich möchte ihn aber zweimal knicken“, flachst ein Münchner Wähler und lacht. „Sie können ihn auch drei- oder viermal knicken“, meint lachend eine Helferin. Wie man sich halt gegen neun Uhr morgens gegenseitig aufheitert...

Und dann erzählt ein geübter Wahlhelfer: „Es war schon mal einer da, der hat den Zettel 13 Mal gefaltet, wissen Sie, wie dick der dann ist?“ Aber diese Dreisatzrechnung hat dann keiner mehr gemacht.

10.56 Uhr: AZ-Online Mitarbeiter Max Gehrke kommt gerade aus dem Wahllokal in Bogenhausen, wo nicht gerade viel los war. Er konnte sich die Wahlkabine aussuchen, im Abstimmungsraum war außer ihm kein anderer. Also: Auf geht's zum Bürgerentscheid, liebe Bogenhausener!

10.51 Uhr: Eine kleine Anekdote berichtet AZ-Redakteur Willi Bock aus Schwabing morgens um 8 Uhr: Eine ältere Münchnerin spaziert mit einem Herrn an der Seite die Straße hoch. „…und dann wird seit den Spielen von 1936 endlich die Autobahn nach Garmisch verlängert ... „ erklärte die Dame. Klar, sie dozierte gerade über den Bürgerentscheid.

10.42 Uhr: Für Bürgerentscheide gilt eine Mindestbeteiligung (Quorum genannt): Der Sieger muss zehn Prozent der Wahlberechtigten auf seiner Seite haben. Das heißt in München: Für den Sieger müssen am Ende mindestens 108.000 Münchner gestimmt haben. Die Abstimmungslokale sind bis 18 Uhr geöffnet.

10.35 Uhr: Gleich zum Beginn des Wahltages zeichnete sich in München für Bürgerentscheide ein hohe Wahlbeteiligung ab. Um 10 Uhr waren schon rund 14 Prozent zur Wahl gegangen (Briefwähler schon eingerechnet).Zum Vergleich: Zum Bürgerentscheid um die Dritte Startbahn waren es im Jahre 2012 um zehn Uhr 15 Prozent gewesen, beim Stadion-Entscheid 2001 zehn Prozent und bei den Tunneln in den 90er-Jahren 11 Prozent.

10.34 Uhr: Rund 120.000 Münchner hatten im Vorfeld Briefwahl beantragt – das war ein neuer Rekord.

10.29 Uhr: Wer wählt eigentlich wann? Die ersten Wähler sind die Bergsteiger und Ausflügler, dann kommen die Kirchgänger, dann gehen die Familien, die gemeinsam beim Essen waren - und in den vorigen Jahren hat sich der Trend abgezeichnet, dass kurz vor Schließung der Wahllokale um 18 Uhr nochmal ein großer Schwung kommt.

10.22 Uhr: Wenn Sie's kompakt mögen, hätten wir hier jeweils 11 Gründe für Olympia und 11 Gründe gegen Olympia parat. Am besten am Frühstückstisch mit der Familie besprechen.

10.19 Uhr: Wer sich vor dem Gang ins Wahllokal nochmal in aller Ruhe und unterhaltsam einen Überblick über Pro und Kontral geben lassen möchte, kann sich zum Beispiel die Diskussion in der AZ im Video ansehen: Ex-Skistar Christian Neureuther und Kabarettist Helmut Schleich haben sich in der Redaktionskonferenz über Olympia 2022 gestritten. Hier geht's zum Videobeitrag.

10.14 Uhr: Wie geht der Entscheid eigentlich aus? "Das ist völlig offen": So der Tenor bei uns in der AZ-Redaktionskonferenz. In einer Umfrage auf unserer Website az-muenchen.de haben sich die User mit 54% gegen Olympia 2022 ausgesprochen (Über 1800 Teilnehmer). Hier geht's zum Umfrage-Tool.

10.07 Uhr: AZ-Reporterin Anne Kostrzewa meldet sich von ihrem Wahllokal im Adolf-Weber-Gymnasium (Kapschstraße in Neuhausen): Um kurz vor halb 9 war schon reger Betrieb – vom Erstwähler über Eltern mit Buggy bis zur Seniorin waren alle vertreten. Um Punkt 8 Uhr, zur Öffnung der Wahllokale, sei es aber recht ruhig losgegangen, so ein Wahlhelfer: „Wie wir’s mögen“, meint er und lacht.

10.06 Uhr: Der Wahlzettel sieht ürbigens recht übersichtlich aus. Anzukreuzen ist schlichtweg entweder Ja oder Nein. Die Wahllokale sind bis 18.00 Uhr geöffnet. Erste Trends und Ergebnisse sollen rund eine Stunde später vorliegen. Sobald es erste Zahlen gibt, lesen Sie diese bei uns hier im Ticker.

10.01 Uhr: Herzlich willkommen zu unserem Liveticker! Heute gilt's, heute geht's um Olympia 2022 in München. Insgesamt rund 1,3 Millionen Menschen dürfen an den insgesamt vier Einzelentscheiden in München, Garmisch-Partenkirchen sowie den Landkreisen Berchtesgaden und Traunstein teilnehmen.

 

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