Brutales Aufnahme-Ritual Kölner Elite-Polizisten misshandelten Kollegen

In Köln sollen Mitglieder eines Spezialeinsatzkommando einen neuen Kollegen misshandelt haben. (Symbolfoto) Foto: dpa

Ein Spezialeinsatzkommando (SEK) der Kölner Polizei hat offenbar einen neuen Kollegen im Rahmen eines Aufnahmerituals brutal misshandelt. Unter anderem soll er tagelang gefesselt worden sein.

 

Köln – Der junge Beamte hatte sich vor wenigen Tagen mit den schwerwiegenden Vorwürfen an das Polizeipräsidium Köln gewandt, berichtet die Rheinische Post. Demnach wurde der Polizist nicht nur tagelang an einen Kollegen gekettet, sondern auch danach noch systematisch gemobbt. Inzwischen hat die Staatsanwaltschaft die Ermittlungen aufgenommen, zudem wurde das SEK von seinen Aufgaben entbunden. Ach der nordrhein-westfälische Landtag will sich mit dem Vorfall beschäftigen.

Die Elitetruppe hatte bereits einige Tage zuvor für negative Schlagzeilen gesorgt, als mehrere Beamte unter dem Deckmantel einer Höhenübung den 80 Meter hohen Pfeiler einer Rheinbrücke erklommen, um sich dort oben schließlich von einem Hubschrauber aus fotografieren zu lassen. Auch in diesem Zusammenhang ermittelt die Staatsanwaltschaft.

Es geht um den Anfangsverdacht des Missbrauchs von Dienstgerät wie dem Hubschrauber für private Zwecke. Im Fall des Aufnahmerituals geht es sogar um die Tatbestände der Freiheitsberaubung, Körperverletzung und Nötigung worauf bis zu mehrere Jahre Haft stehen.

 

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