Bruno Reichart Was mir im Sommer alles aufgefallen ist

 Foto: Gregor Feindt

Neues im Kampf gegen Malaria und Diabetes

 

Große Plakate mit verblüffenden Botschaften fallen mir überall auf der Reise durch Deutschland auf. „Mich wird es bald nicht mehr geben” oder „Sie werden mich vermissen” steht darauf und dazu lächelt jeweils eine nicht mehr allzu junge, aber längst noch nicht moribund aussehende Dame in die Kamera. Es handelt sich um eine Aktion zur Rettung des vor allem im Osten vom Aussterben bedrohten Haus- und Facharztes.

Dazu passt ein Editorial des „Deutschen Ärzteblatts” – es ist ein Plädoyer für die Rückkehr des „guten Arztes”. Jenseits von Fallpauschalen, Liegezeiten und optimalem „Case Mix” sollte an den Krankenhäusern mehr das „Human Branding” betont werden. Fachlich kompetente Ärzte, erfolgreich nicht nur im Umgang mit Patienten und Mitarbeitern, sondern auch in der Forschung, müssten wieder eine wichtigere Rolle spielen. „Sonst wächst eine Generation an Ärzten heran, die es völlig normal findet, Teil eines Marketingkonzepts zu sein.” Wohl wahr.

Noch immer wird nach einer effektiven Methode gesucht, die Malaria, die häufigste Infektionskrankheit in den Tropen, breitflächig zu bekämpfen. „Science” berichtet jetzt, dass es gelungen ist, Mücken mit einem Bakterium zu „impfen”, so dass sich diese nicht mehr infizieren und damit die Krankheit auch nicht mehr weitergeben können. Beim Dengue-Fieber hat dieses Vorgehen in Vietnam bereits erfolgreich geklappt.

Neues über Mäuse und Menschen aus dem „New England Journal of Medicine”: US-Forscher haben bei den Nagetieren ein Leberhormon entdeckt, das die Bauchspeicheldrüse stimuliert, neue Insulin-produzierende Betazellen herzustellen und zwar gleich um den Faktor 10. Dieses Hormon existiert auch beim Menschen, demnächst beginnen entsprechende Pilotstudien. Positive Ergebnisse wären ein Erfolg im Kampf gegen Altersdiabetes.

 

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