Braunauer Eisenbahnbrücke Gang mit Waffen: Schock-Auftritt für Musikvideo?

Diese Waffen hat die Polizei bei einer vermummten Personengruppe festgestellt. Bei den Pistolen und Gewehren handelt es sich um Schreckschusswaffen. Foto: Polizei

Was hatten die Vermummten mit diesen Waffen vor? Die Polizei geht einem Hinweis nach und schnappt12 bewaffnete Personen. Wollte die Truppe ein Musikvideo drehen?

 

München - Maschinengewehre, eine Axt, Baseballschläger, Schlagringe, Masken und Pistolen: Die Polizei hat am Montagabend gegen 18.45 Uhr eine vermummte Gang an der Braunauer Brücke gefilzt und ist auf ein großes Waffenarsenal gestoßen. Haben die Beamten einen Anschlag vereitelt? Bei den Gewehren und Pistolen handelte es sich allerdings um Schreckschusswaffen.

Mehrere besorgte Bürger hatten bei der Einsatzzentrale des Polizeipräsidiums München angerufen und gemeldet, dass sich mehrere vermummte Personen, mit Knüppeln ausgestattet und anderweitig bewaffnet, an der Braunauer Eisenbahnbrücke aufhalten würden.

Die Zeugen befürchteten, dass diese Personengruppe Straftaten vorbereiten würden bzw. von ihnen Gefahren ausgehen würden. Die entsandten Streifen, die zunächst Voraufklärung betrieben, konnten die Mitteilungen bestätigen, woraufhin Beamte des Unterstützungskommandos verständigt wurden.

"Da nicht auszuschließen war, dass es sich bei den festgestellten Waffen um scharfe Schusswaffen handelte, wurde eine sofortige Kontroll- und Durchsuchungsaktion durch den Außendienstleiter angeordnet", berichtet die Polizei.

Was hatte die Gang mit dem schockierenden Waffen-Arsenal vor?

Insgesamt waren von dieser Durchsuchungsaktion 12 Personen im Alter zwischen 24 und 35 Jahren betroffen. Viele dieser Personen waren vermummt und mit Knüppeln, Baseballschlägern, Messern und ähnlichem bewaffnet.

Nach dem Zugriff, bei dem eine Person leicht an der rechten Schulter verletzt wurde, konnten u.a. eine Schreckschussmaschinenpistole, ein Schreckschussmaschinengewehr, weitere Schreckschusspistolen, Springmesser, zwei Baseballschläger, Gesichtsmasken, Taschenmesser, Luftgewehre, Schlagringe und Äxte sichergestellt werden.

Für den angsteinflößenden Auftritt hatte die Truppe eine kuriose Erklärung. Angeblich wollten die Gang ein marzialisches Musikvideo drehen, heißt es von der Polizei.

Die Waffen wurden sichergestellt. Weiterhin wurde eine Videokamera, mit der die Personen filmten, ebenfalls sichergestellt. Nach der Durchsuchung aller Anwesenden und deren Identitätsfeststellung wurden die 12 Kontrollierten wieder entlassen. Gegen sie werden entsprechende Straf- und Ordnungswidrigkeitsanzeigen u.a. nach dem Waffengesetz, dem Landesstraf- und Verordnungsgesetz geprüft und erstattet.

 

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