Brasilien - Deutschland bei WM 2014 Angela Merkel: Sie schaut das Halbfinale daheim

Das DFB-Team ist bereit für einen großen Halbfinal-Abend. Gegen den Gastgeber und eine ganze Fußball-Nation soll der Einzug in das achte WM-Endspiel glücken. Die Bundeskanzlerin will nach der Rückkehr aus China vor dem Fernseher die Daumen drücken.

 

Belo Horizonte - Auf ins achte WM-Finale: Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft will mit viel Herz den großen Halbfinal-Abend gegen Turnier-Gastgeber Brasilien erfolgreich bestehen. "Brasilien spielt mit 200 Millionen Menschen im Rücken. Für uns ist es eine ganz besonders große Herausforderung, gegen den Gastgeber zu spielen", erklärte Bundestrainer Joachim Löw im Spielort Belo Horizonte vor dem knisternden Match am Dienstag (22.00 Uhr/ZDF).

Bundeskanzlerin Angela Merkel erwartet ein schwieriges Spiel. "Das wird nicht ganz einfach", sagte die CDU-Politikerin am Dienstag vor Studierenden in der Pekinger Tsinghua-Universität. Die meisten Zuschauer im Stadion würden vermutlich nicht die deutsche Mannschaft anfeuern. "Der Applaus wird nicht so groß sein heute. Man muss da sehr gute Nerven haben", sagte sie zum Abschluss ihres China-Besuches und wollte danach ihr Flugzeug erreichen, damit sie das Spiel daheim in Deutschland im Fernsehen schauen kann.

"Wichtig ist, dass die Spieler konzentriert und mutig ihre Dinge erfüllen", betonte der Bundestrainer. "Brasilien ist sicher in der Favoritenrolle, aber wir gehen selbstbewusst ins Spiel."

Erst zum zweiten Mal in der WM-Historie treffen Brasilien und Deutschland aufeinander, im Finale 2002 siegte der Rekordweltmeister 2:0. Der andere Finalist wird am Mittwoch im Duell zwischen Argentinien und den Niederländern ermittelt. "Holland, Argentinien, Deutschland und Brasilien, das sind schon die großen Nationen mit den ganz bekannten Spielern. Ich glaube, für das Weltinteresse ist das die beste Konstellation", erklärte Löw. "Eines steht fest: Wir wollen unbedingt noch mal in Rio im Maracanã-Stadion spielen. Am 13. Juli. Wir sind noch nicht fertig", sagte Löw mit Blick auf das Finale am Sonntag.

Der Bundestrainer setzt im Kampf um den Endspiel-Einzug auch auf einen konsequenten Schiedsrichter. Der DFB-Chefcoach erwartet, dass der mexikanische Referee Marco Rodríguez eine ähnliche Härte wie im Viertelfinale zwischen Brasilien und Kolumbien nicht dulden wird. "Ich habe bei diesem Spiel gesehen, dass der Einsatz über die Grenzen hinaus betrieben wurde. In Europa wäre dieses Spiel nicht mit 22 Spielern beendet worden", sagte Löw. Brasilien hatte in der Partie 31 Mal gefoult, Kolumbien 23 Mal. Nach einem brutalen Einsteigen eines Kolumbianers war die WM für Brasiliens Superstar Neymar beendet. "Diese ganz, ganz brutalen Einsätze müssen unterbunden werden", appellierte der Bundestrainer an die Referees: "Ich hoffe, dass unser Unparteiischer Rodríguez diese Dinge ahnden wird.

So sehr die Fußball-Nation Brasilien und auch die deutschen Protagonisten den Ausfall von Neymar bedauern - Löw erwartet keineswegs eine schlechtere Seleção. "Man sollte jetzt auch nicht denken, dass der Ausfall von Neymar und Thiago Silva ein Nachteil für Brasilien sein wird", erklärte der 54-Jährige. Brasiliens Kapitän Thiago Silva muss wegen einer Gelb-Sperre zuschauen. Löw konnte am Montagabend beim Abschlusstraining im über 60 000 Zuschauer fassenden Estadio Mineirao seinen kompletten Kader versammeln. "Es sind alle Spieler einsatzfähig", erklärte der Bundestrainer. Wenn man die eigenen Möglichkeiten abrufen könne, "sind unsere Chancen nicht gerade klein". Wie schon in den vorangegangenen fünf WM-Begegnungen setzt Löw große Hoffnungen auf seine "Spezialkräfte" von der Ban

 

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