Brasilien 2014 und Public Viewing Endspurt zur Fußball-WM: So schauen die Stars

"Tatort"-Star Ulrike Folkerts macht sich weitreichendere Gedanken um die WM Foto: imago/Future Image

Public Viewing oder Wohnzimmer? Diese Frage stellen sich ab der kommenden Woche Millionen Fußball-Fans. Wie die Promis die Fußball-Weltmeisterschaft verfolgen, verrieten sie der Nachrichtenagentur spot on news.

 

Am 12. Juni startet mit dem Eröffnungsspiel von Gastgeber Brasilien gegen die Elf aus Kroatien die Fußball-Weltmeisterschaft. Hunderttausende wird es dann wieder zum Public Viewing auf die Fan-Meilen treiben. Und wie fiebern die Promis mit? Die Nachrichtenagentur spot on news hat nachgefragt:

Schauspielerin Anna Maria Mühe (28, "Bis zum Horizont, dann links!") wird vielleicht aus Zeitgründen gar nicht sehr viel mitbekommen: "Ich versuche es, aber ich drehe zu der Zeit und das wird dann natürlich auch nicht abgebrochen. Dank der total absurden Zeiten dieses Mal werde ich aber das eine oder andere Spiel bestimmt sehen können." Und Mühes Favorit? "Ach, Deutschland wär doch schön."

Schauspiel-Kollege Devid Striesow (40, "Die Frau von früher") schaut zwar die Spiele. Er "habe aber keine Ahnung von den Regeln. Ich freue mich einfach, wenn sich die anderen freuen", verriet er. Ginge es nach ihm, würde Brasilien den Titel holen: "Denen würde ich es wünschen."

Auch "Tatort"-Star Ulrike Folkerts (53) "denkt schon", dass sie die WM verfolgen wird: "Im Vorfeld beschäftigen mich allerdings eher die Konflikte rund um die hohen Summen, die in dem teilweise bitterarmen Land für Stadien und WM-Infrastruktur ausgegeben werden, obwohl es die Favelas so viel nötiger hätten. Das hat einfach einen komischen Beigeschmack. Es wird spannend bleiben, wie viele Demonstrationen und Proteste während der WM stattfinden und wie eine Regierung und die Veranstalter damit umgehen werden? Die Schieflage ist nicht zu übersehen. Allein deshalb werde ich die WM verfolgen." Den Titel wünscht auch sie Brasilien - "das wäre dann wenigstens ein kleiner Trost?"

Bestsellerautorin Dora Heldt (52, "Bei Hitze ist es wenigstens nicht kalt") schaut "seit einigen Jahren Fußball-Weltmeisterschaften in Hamburg zusammen mit vier Freunden". Das sei dann richtig durchorganisiert, "wann es Essen gibt, wer dazukommen darf...", erzählt sie. "Man darf auch nur Leute mitbringen, die Ahnung haben. Wir sind nämlich schon eine Gruppe aus Fachleuten. Wir haben sogar ein Floskel-Schwein, in das wir bei schlimmen Sprüchen 5 Euro werfen."

Auch Schauspieler Adnan Maral (45, "Türkisch für Anfänger") hat Experten um sich: "Meine Söhne spielen selbst Fußball und sind sehr fußballbegeistert, deshalb werden Freunde eingeladen, der Grill angeheizt und ein Public-Viewing in unserer Wohnküche veranstaltet." Die Daumen drückt er Deutschland: "Allerdings habe ich den Vorteil - ich nenne es meinen Reichtum - dass ich gleich die dreifache Chance auf einen möglichen Sieg habe. Und obwohl die Türkei ja dieses Mal nicht mit dabei ist, verdoppelt die Schweiz sozusagen meine Gewinnaussichten." Der Schauspieler ist mit einer Schweizerin verheiratet.

Sängerin und "DSDS"-Zweite Meltem Acikgöz (24) wird ebenfalls Deutschland anfeuern. "Die WM finde ich total spannend, das schaue ich mir immer an. Aber sonst hasse ich Fußball! Das ist wirklich witzig. Es geht einfach um das Feeling: Mit den Freunden zusammen sitzen, grillen und Fußball schauen. Das ist viel toller, wie an einem normalen Tag alleine ein Spiel zu schauen. Das geht ja gar nicht!"

Musiker Gregor Meyle (35, "New York - Stintino") "liebt" zwar die WM, gibt dennoch zu: "Ich habe aber nicht viel Ahnung: Warum spielt der Messi jetzt bei Barcelona, der ist doch eigentlich bei Argentinien? Solche Sätze kommen immer von mir. Aber ich liebe Fußball einfach und spiele auch selber gern. Das heißt nicht, dass ich das gut kann. Dieser ganze Trubel und die Aufmerksamkeit! Da sind diese 16- bis 20-jährigen Kerle, die auf dem Platz stehen und denen das Herz in die Hose rutscht. Ich würde das nicht hinbekommen und den Ball jenseits in die Wallachei schlagen."

TV-Star Julia Koschitz (39, "Der letzte schöne Tag") kann ebenfalls nicht mit Fachwissen glänzen: "Es kann schon mal passieren, dass mich Freunde zu einem Public Viewing überreden. Da kann ich mich dann auch durchaus emotional engagieren, sofern ich weiß, wer wer ist. Echte Fußballfans finden mich glaube ich schrecklich..." Ihr Weltmeister-Tipp ist dann ebenfalls etwas ungewöhnlich: "Die Österreicher natürlich - spielen die überhaupt mit? Kann ich meinen Joker nutzen und einen Freund anrufen?"

Moderator Rudi Cerne (55) ist da schon näher am Geschehen: "In der Vorrunde bin ich für das ZDF in Rio dabei. Trotzdem sehe ich es wahrscheinlich auch nur im Fernsehen. Nach der Vorrunde fliege ich wieder nach Hause. Als Junge aus dem Ruhrgebiet bin ich einer, der gerne in Gesellschaft guckt - entweder in der Kneipe um die Ecke, beim Public Viewing oder ich lade ein paar Freunde ein." Als kommenden Weltmeister sieht er das DFB-Team.

"Lindenstraßen"-Star Ulrike C. Tscharre (45) bezeichnet sich selbst als "klassischen Event-Gucker": "Mich interessiert Fußball eigentlich gar nicht, aber wenn WM ist, dann geh ich schon mal in eine Kneipe oder bei schönem Wetter auch zum Public Viewing. Mit Freunden zusammen finde ich es auch immer sehr lustig." Ihr Weltmeister-Tipp: Brasilien oder Deutschland.

 

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