Brasi-Stürmer weint nach Tor Nach dem Testspiel: Löwen-Coach Pereira schwärmt von Ribamar

Ribamar steht hoch im Kurs beim Trainer, der Dänen-Bomber eher auf einem absteigenden Ast. Foto: Augenklick

Lucas Ribamar gelingt im Test gegen Wacker Innsbruck sein erstes Tür für Sechzig. Es ist das Ende ein langen Leidenszeit, nach dem Treffer überkommen den Brasilianer die Emotionen. Von Chef Vitor Pereira gibt es ein Sonderlob, Sturmkollege Christian Gytkjaer muss dagegen Kritik einstecken.

 

Heimstetten- Für seine 19 Jahre musste Lucas Ribamar beim TSV 1860 bereits viel Kritik einstecken. Zuletzt zweifelte Kult-Trainer Karsten Wettberg im Interview mit der AZ, ob der Brasilianer der „Heilsbringer“ sei. 2,5 Millionen Euro soll der Stürmer die Sechzger laut "SZ" gekostet haben, doch bisher erwies er sich als verletzungsanfällig. Sein bisheriger Tiefpunkt, die Rote Karte beim DFB-Pokalspiel in Lotte, wich nun einem vorläufigen Höhepunkt bei den Löwen.

Ribamar trifft erstmals für den TSV 1860

Beim Testspielsieg gegen Wacker Innsbruck (2:0) erzielte der junge Angreifer in Heimstetten sein erstes Tor im 1860-Dress. Dynamisch ging Ribamar in den kurzen Sprint, guckte sich den gegnerischen Keeper aus und schloss trocken unten links vom Schützen aus ab. Ein Tor wie eine Erlösung. Ribamar streckte die Arme in die Höhe, die Augen geschlossen. Er sank neben dem Pfosten in die Knie, da rannen schon die ersten Tränen die Wangen hinunter.

Ribamar griff sich mit der Hand ins Gesicht, um seine Emotionen zu verbergen. Er weinte. „Ich freue mich so sehr für ihn. Ich glaube, er kann sich gar nicht daran zurückerinnern, wann er sein letztes Tor erzielt hat“, meinte Löwen-Coach Vitor Pereira nach dem 2:0-Sieg gegen die Österreicher. „Ich bin sehr zufrieden mit ihm. Er versucht, sein Niveau zu steigern. Er arbeitet sehr hart, um die taktischen Vorgaben zu kapieren. Er hatte eine gute erste Halbzeit.“

Vitor Pereira kritisiert Christian Gytkjaer

Ein Extra-Lob also für den einen Stürmer, ein anderer kam weniger gut weg: Christian Gytkjaer. Wieder bleib der Dänen-Bomber ohne Treffer. Wieder fehlte dem 26-Jährigen teils die Bindung zum Spiel seiner Kollegen. „Er hatte die Chance auf ein Tor. Bei seiner zweiten Chance hatte er das Glück nicht auf seiner Seite. Er hatte den richtigen Moment erkannt“, sagte Pereira auf Nachfrage der AZ zur Leistung des Skandinaviers. „Ich mag ihn grundsätzlich sehr. Was ich aber nicht mag ist, wenn wir zu viele Torchancen liegen lassen. Das Spiel ging 2:0 aus. 5:1 wäre eigentlich das korrekte Ergebnis gewesen.“

1860-Profi fehlt Befreiungsschlag

Deutliche Worte vom Boss an den vermeintlichen Torjäger. Gytkjaer schrieb nach dem Spiel fleißig Autogramme. Die Lockerheit des extrovertierten Angreifers ist aber sichtlich der Anspannung gewichen. Ihm fehlt ein Befreiungsschlag, ein Tor, wie es nun Ribamar erzielt hat. Er hat sich an diesem Freitag für weitere Glanztaten angeboten.

 

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