Dramatische Folgen hatte die nächtliche Hungerattacke eines Bewohners des Männerwohnheims am Mittwoch. Gegen 2.30 Uhr löste der 36-Jährige einen Brand aus, weil er in seinem Zimmer grillen wollte.

Um Glut für seinen Grill zu bekommen, zündete der Mann laut Polizeimeldung kurzerhand eine Decke an, die er schließlich auf der Fensterbank ablegte - womit der Fensterstock Feuer fing. Die 23 weiteren Bewohner des Heims nahmen die Feuermelder, die daraufhin losschlugen, sehr gelassen zur Kenntnis. Und unternahmen zunächst keinerlei Anstalten, das Gebäude zu verlassen. "Die Polizei musste die Bewohner schließlich aus dem Gebäude geleiten", so Günther Tomaschko, Pressesprecher des Polizeipräsidiums Niederbayern.

Nachdem sie vorsorglich evakuiert wurden, konnten die Bewohner nach Beendigung der Löscharbeiten wieder in ihre Zimmer zurückkehren. Verletzt wurde niemand, der Gebäudeschaden wird auf 10 000 Euro beziffert.

Gegen den 36-Jährigen ermittelt nun die Landshuter Kriminalpolizei, die Anzeige, so Tomaschko, werde dann der Staatsanwaltschaft vorgelegt. Der Mann wurde in ein Bezirksklinikum eingewiesen werden.